Bauhaus-Universität Weimar

[70, 357] Versuche über die Lokalisation beim dichotischen Hören. 93 
suchen auf beide Ohren in verschiedenen Kombinationen zu 
vier verteilt; die Versuche waren wissentlich und unwissent¬ 
lich in dem vorher definierten Sinne. 
Mit St. wurden zehn Versuche gemacht bei immer wech¬ 
selnder Verteilung der Töne. Da bei der jetzt genommenen 
Anzahl von Tönen die Zahl der dargebotenen Kombinationen 
derjenigen der theoretisch möglichen sehr nachsteht, so wird 
es vielleicht zu näherer Einsicht in die Versuche nicht über¬ 
flüssig sein, diese Kombinationen anzuführen. Dies tut die 
folgende Tabelle. Die Zahlen von 1 bis 8 bezeichnen darin 
der Reihe nach die Töne vom tiefsten angefangen; jede 
horizontale Reihe enthält die in einem Versuch dargebotenen 
Töne. 
Beobachter St. (8 Töne). 
links 
rechts 
I 
2, 4, 5, 6 
1, 3, 7, 8 
II 
1, 2, 3, 4 
5, 6, 7, 8 
III 
2, 3, 4, 7 
1, 5, 6, 8 
IV 
2, 5, 6, 7 
t—^ 
OS 
00 
V 
1, 2, 6, 7 
3, 4, 5, 8 
VI 
2, 3, 5, 7 
1, 4, 6, 8 
VII 
2, 3, 4, 5 
1, 6, 7, 8 
VIII 
1, 2, 4, 8 
3, 5, 6, 7 
IX 
2, 5, 6, 8 
1, 3, 4, 7 
X 
3, 4, 5, 8 
1, 2, 6, 7 
22. X. 13 
23. X. 13 
Ein Lokalisationsfehler kam nur im Versuch II vor. Dort 
wurden irrtümlicherweise der Ton 1 rechts und der Ton 6 
links lokalisiert, wobei angegeben wurde, dafs beide Töne 
sehr schwach gehört wurden. Im Versuch VI wurde der 
Ton 7 nicht gehört. Sonst vollzog sich die Lokalisation 
richtig. Die Erkennungszeit schwankte zwischen 47 und 
185 Sek. 
Es mufs noch hinzugefügt werden, dafs es nötig war, 
manche Versuche als ungültig zu erklären. Dies geschah dann, 
wenn beim Heraushören mehrere Töne nicht gehört wurden.
        

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