Bauhaus-Universität Weimar

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Alfred Guttmann. 
[LXIII. 176] 
der Atmung, so ist es kaum möglich, die betreffende Tonhöhe 
richtig zu intonieren, obwohl man selber hört, dafs man deto¬ 
niert. Andererseits distonieren geübte Sänger ehestens bei 
Schwelltönen. Ob bei Sokolowskis Versuchen die Tonhöhe 
der Quint, die bei seiner Altistin od, bei seinem (am stärksten 
detonierenden) Tenoristen g1 betrug, gerade solch unbequemen 
Tonhöhen entsprach, entzieht sich meiner Kenntnis. Die grofse 
Kürze der SoKonowsKisehen Arbeit erlaubt überhaupt nicht, alle 
solchen Konsequenzen seiner Ergebnisse ausführlich zu dis¬ 
kutieren. Ich werde später bei der Publikation meiner Versuche 
darauf genauer eingehen, wollte aber an diesen, mit physi¬ 
kalisch exakter Methodik gewonnenen Resultaten zeigen, wie 
die mangelnde Kenntnis der Grenzgebiete der Gesangstechnik 
und der Musikpsychologie den Autor bei der Deutung seiner 
Resultate beeinträchtigen mufs.
        

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