Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Anhaltspunkte zur Kontrolle zweckmäßiger Armbewegung beim künstlerischen Klavierspiel
Person:
Caland, Elisabeth
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38454/109/
97 
Täglich gedenke ich Ihrer in großer Dankbarkeit, denn ich kann jetzt 
so Vieles spielen, was mir früher unmöglich war. Viele behaupten, mein 
Ton sei viel gesünder, die Läufe perlen ordentlich usw.; ich fühle es selbst 
und freue mich jedesmal von neuem darüber. So kann ich es kaum erwarten, 
bis ich wieder bei Ihnen arbeiten darf; ich freue mich unsagbar darauf. 
Immer wieder muß ich hervorheben, daß das Studium bei Ihnen für mich 
auch gesundheitlich ganz überraschende, nie geahnte Wirkungen erzielte, 
denn meine sonst sehr starken Herzstörungen treten jetzt nur noch in ver¬ 
schwindender Weise auf, und wohltuend empfinde ich auch das richtige 
Atmen und die gerade Haltung. 
Nürnberg, 17. 8. 17. 
Bei jeder Unterrichtsstunde bei Ihnen sah ich wie sehr großen, unendlichen 
Vorteil ich von Ihrer Lehre habe. Wenn man nur allen so blind daran vorbeilaufen¬ 
den Menschen die Augen öffnen könnte ! Ich wundere mich täglich über neue 
Entdeckungen ; Dinge, die mir früher einfach unmöglich waren, gehen 
jetzt fast mühelos ; soundso viel Werke, die ich früher einfach nicht spielen 
konnte, kann ich jetzt bewältigen. Können Sie mir die Größe des Dankes¬ 
gefühl, das ich für Sie als Meisterin empfinde, nachfühlen? 
München, 22. 8. 18. Gabriele von Lottner, Hofpianistin. 
Im Rahmen der Veranstaltungen des Stettiner Musiklehre¬ 
rinnen - Vereins absolvierte gestern Abend Freifrau v. K a r g- 
Bebenburg einen hochinteressanten und ungemein anregenden „Caland“- 
Vortrag. Der ungemein fesselnde, von großer Sachkenntnis zeugende Vor¬ 
trag der Freifrau v. Karg-Bebenburg, einer Schülerin von Elisabeth Caland, 
diente gleichsam als Erläuterung für die nachfolgenden Demonstrationen am 
Flügel. Das „feste Nehmen der Akkorde“ zeigte sie am Präludium von 
Juon, das „Legato“ an einer Etüde von Bertini, das „Gleiten der Hand“ 
an einer Improvisation von Jadassohn, den rechten „Bach - Anschlag“ am 
Prélude a-moll von Bach-Liszt, den „großen freien Fall“ an der Rhapsodie 
es-moll von Dohnànyi und der Ballade g-moll von Brahms, und die „Vibration“ 
an einer Etüde von Dohnànyi. Bachs Chromatische Fantasie beschloß die 
Reihe der technisch hervorragenden Darbietungen, die der Caland-Methode 
sowohl als auch den vorzüglichen Qualitäten der feinsinnigen Interpretin 
das glänzendste Zeugnis ausstellten. Mit herzlichstem Beifall dankten die 
Zuhörer für die empfangenen Eindrücke und Anregungen. S—. 
„General-Anzeiger für Stettin und die Provinz Pommern“, 29. Okt. 1913. 
Tiefe Eindrücke hinterließ Frau Else Schünemann mit ihren 
Schubert- und H. Wolf-Liedern. Das war ein wirkliches Musizieren, gleich 
tief an Innerlichkeit wie vollendet an Form ; bei allen vergaß der Zuhörer 
das Kritisieren und genoß dankbar das ihm so selten Gebotene. Henri 
Pusch aus Frankfurt a. M. begleitete wundervoll. Wenn durch die 
Calandlehre — zu deren eifrigsten Anhängern Herr Pusch gehört — 
derartige Klangwirkungen zu erzielen sind, wird ihr wohl die Zukunft gehören. 
(Siegen.) „Rheinische Musik- und Theater-Zeitung“, 22. November 1913. 
Caland, Anhaltspunkte. 
7
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.