Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der alten und mittelalterlichen Musik
Person:
Westphal, Rudolf
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38453/258/
248 
Drittes Kapitel.- Monödjk und Instrumentalmusik 
Die Hypophrygische Octav in den „Istiaioliaia“ der Kitha- 
roden : 
Die Phrygische Octav in den „Hypertropa“ der Kitharoden: 
Bei plagalischem Bau der Melodie werden diese 4 Tonarten nach 
S. 206 folgendermassen ausgeführt: 
meson 
mese 
diez. 
'7 
1 
2^3 4 
5" 
AeoJ.. . 
a (6) 
e 
à 
« e (/’) g 
a 
meson 
synemm. 
2 
* 3 
4 
5 
^67 
8 
Dor. . . 
« .if) 
9 
a 
a (b) c 
d 
hyp. 
meson 
/ diez. 
4 "5 
* 7 
1' 
2 
3 4 
last. . . 
• • /' 9 « 
. a (4) 
c 
d 
« /' 9 
hyp- 
meson 
synemm. 
1 "2 3 
* 4 
s' 
6 
* 7 1 
2 ' 
Phryg. . 
« V) 
S 
a 
a (b) e 
d 
Die Töne f und b (Trite resp. Parhypate xcaà övvafuv), welche 
Terpander bei seinem Moll (Aeol. und Dor.) für die Melodie unbenutzt 
liess, werden hier auch für die kitharodische Durtonart, jedoch nicht 
so consequent ausgelassen. Als Iasti verliert hierdurch das Dur seine 
kleine Septime (7), also gerade den Ton, welcher dies Dur von 
unserem modernen Dur unterscheidet; als Phrygisti verliert es ausser¬ 
dem noch die Quinte (4). Die kitharodische Molltonart, sowohl in der 
äolischen wie in der dorischen Form, geht für die Melodie, sowohl 
der Terz (3) wie der Sexte (6) verlustig. Statt dessen werden für die 
Melodie die Töne e und a eingefügt, die wohl nur als Vorschlagstöne 
nach e und a hin benutzt werden konnten ; der Begleitung fehlten sie, 
welche dagegen ihrerseits die der Melodie fehlende Durseptime und 
Mollquarte, und die Mollterz und Mollsexte behalten musste.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.