Bauhaus-Universität Weimar

I'ntcrsiicliiiiii'cn zur Lehre von «1er Gestalt. 
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eine Punkt reiht*. Ein solches Gebilde hebt sieh in erster Linie als 
Ganzes heraus, seines Gebiets, seiner Lage und Erst reckt heit in dein 
Gan/.feld. 
3. Es wiederholt sich, theoretisch sekundär, das Gemeinte innerhalb 
dieses Teilganzen : innerhalb dieses Teilgebiets können Zäsuren bedingt 
sein. Entstehung von Unterganzen. Untergebieten; in einer geraden 
Punkt reihe z. B. die voneinander durch relativ größere Abstände ge¬ 
trennten dichteren Unteigruppen von Punkten. Auch hier theoretisch 
primär die charakteristische Art der Geteiltheit des Ganzen in Lnter- 
teile. „von oben nach unten"1). 
4. Für solche Kesultierung von Gebilden und Geteiltheiten „von 
oben her“ sind von treuenilichem Belang die Faktoren den Abs. Y11. 
lies. 35. die Bedingungen des Entstehens gesetzlich charakteristischer 
einfacher Verläufe primär „in großen Zügen". Verschiedene solche 
Verteilt beiten simultan zusammen tendieren in der Regel nicht zu 
koordiniertem Und - Nebeneinander, sondern zu einer Art Hierarchie 
weniger Hauptgebilde oder Haupterstrecktheiten, wenn nicht umgekehrt 
ein wirrwarrartiges Ganzfeld erzielt wird. 
5. Aufmerksamkeitsverteilung, Fixation usw. bedingen sich unter 
natürlichen Verhältnissen in der Regel sekundär von den Konstellations¬ 
verhältnissen im Ganzen her, wieder in erster Linie von der „Haupt¬ 
verteilung“ in großen Zügen her. (Es ist prinzipiell zu scheiden zwischen 
irgend „beliebigen“, künstlich intendierten Verhaltungsweisen der Auf¬ 
merksamkeit und solchen, die sich „strukturgerecht ” bedingen.) Künst¬ 
lich erzielte Verschiebung des Aufmerksamkeitsbereiches setzt unter 
Umständen andere, neue Feldbedingungen. 
6 ßPi dem hier skizzierten Ausgehen „von oben nach unten“, von 
den Ganzbedingungen hernach unten zu den Unterganzen und 1 eilen 
>) Von hier aus ergeben sieh auch crkcimtnistlirnrctisch weitreichende Kon- 
seiluenzen: die Psvche und «1er psychophysische Organismus des lio.zempfai.gs 
reagiert nicht primär im Sinne eines Spiegel- oder Kanuraompfangsapiiarato*. der. 
die einzelnen „Reize" empfangend, auf Grund der empfangenen nd-Summc der 
einzelnen Eindrücke durch allerlei Ojieratinnen an und zwischen ihnen, ran unie,, 
her Gebilde größeren Bereichs dann durch »eitere Komplikation auf haut, sondern 
primär kommt die Art der Verteilt heit im Ganzen ui frage und das „n 
her Faktoren des 4bs 1 II — im Gegensatz zudem Bilde eines primär stuckliaft 
(wenn schon dieses Wort der Sachlage ganz und gar nicht entspricht) »'ugh. hs 
taugheh*«/» Erfassen innerer S,Auen,ligk,den. Man überlege einmal prinzipiell, 
wie denn überhaupt, im Gegensatz zu stückhaft mechanisch empfangendem 
\pparat ein solcher zu denken ware, der möglichst befähigt ware, inner. 
Zusammenhänge zu erfassen. Teile. Data. Eigenschaften als von innerem I r.nzip 
her sieh bedingend - eine der ditvktesten Möglichkeiten hierfür ist dann gegeben, 
wenn schon Stücke gar nicht primär als solche empfangen »erden, son < 
Empfang selbst schon von charakteristischen Ganz.lKZ.Ugen her („von oben ) 
sich bedingt.
        

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