Bauhaus-Universität Weimar

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Mas Wertheimer: 
Eindruck (vgl. §21), weder ab/cd/... noch /hc/de/'... sind dann 
besonders nahegelegt. 
c) In den Reihen identischen AbstandsVerhältnisses dagegen sind 
(entsprechend der anschaulichen Fonniihnlichkeit der Reihen) beim 
Versuch die Ergebnisse der einzelnen Reihen relativ viel ähnlicher-, legt 
die Ursprungsreihe eine Fassung z. B. a b/c <1/. . nahe, so gilt das ähn¬ 
lich auch bei recht weiter Variation, die Verhältnisse für die Herstellung 
der entgegengesetzten Fassung bleiben weithin ähnlich, jedenfalls weit 
äqualer als in den Reihen identischer Differenz. 
Genauer: Gleiche Veränderung des Ursprungsabstandes macht bei 
den Reihen identischer Differenz für unsere Frage sehr viel mehr aus, 
ändert viel stärker die Stärke einer bestehenden Fassungs-Tendenz als 
bei den Reihen identischen Verhältnisses. 
(Auch die Reihen identischen Verhältnisses sind übrigens nicht 
völlig äqual: auch abgesehen von den Verhältnissen der verschiedenen 
Überschaubarkeit, die sich dadurch bedingen, daß bei „vergrößerten 
Reihen“ weniger Bestandstücke resp. Gruppen im gleichen Raum ent¬ 
halten sind, resp. gleich viel Bestandstücke oder Gruppen bei vergrößerten 
Reihen einen größeren Gesamtraum einnehmen.) 
Bei so variierten Reihen hat man es mit Reihen sehr verschiedener 
Gesamtlängen zu tun; um diese Variable auszuscheiden, um bei gleicher 
Gesamtlänge vergleichen zu können, verfährt man folgendermaßen: 
Man geht von einer Ursprungsreihe aus, bei der s2 = s, -(- d (Diffe¬ 
renz) ist. Reihen gleicher Differenz der Abstände werden die Ab¬ 
stände Sj und ss-) (I haben; Reihen gleichen Verhältnisses die Ab¬ 
stände nsj und ns2. Nun soll, um die gleiche Gesamtlänge zu er¬ 
zielen, 2 st { d = n s, f n s2 sein ; also 2 s„ -J- «1 = 2 n st -f- n d, also 
s, = n - s, -F d . 
Haben wir in der Ursprungsreihe z. B. s, = 2 mm, d = 4 mm, 
so ist s, =4n 2. 
Variiert man n, so bekommt man für jedes n zwei Reihen gleicher 
Länge, die eine mit derselben Differenz wie die Ursprungsreihe, die 
andere mit demselben Verhältnis der Abstände. 
Z. B. 
Differenzreihe 
ii H* s» 
Verhältnisreihe 
8, | 8, 
Summe der beiden 
Abstände 
n =3 
li 10 mm 1 
14 
6 
18 
24 
= 5 
18 mm 
22 
10 
30 
40 
= 7 
26 mm I 
30 
14 
42 
56 
Vergleicht man nun die Reihen je eines solchen Paares untereinander 
und mit der Ursprungsreihe, hinsichtlich der Ausgeprägtheit und der
        

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