Bauhaus-Universität Weimar

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Schilling, Die Deckung des Gesangstones 
Tabelle 1. 
Entfernung 
Entfernung 
Ton- 
Epiglottis — 
Epiglottis — 
Vokal 
höhe 
Pharynxwand 
Zungengrund 
ge- 
unge- 
ge- 
unge- 
deckt 
deckt 
deckt 
deckt 
A 
f 
2,3 
0,3 
1,1 
0,3 
Fig. 3 
Herr N. 
à 
f 
1,9 
0,7 
1,1 
0,4 
Fig. 5 
Bariton 
ö geschl. 
f 
2,1 
1,8 
0,9 
0,8 
Fig. 8 
ü „ 
f 
2,5 
2,4 
1,0 
1,0 
Fig. 12 
A 
es 
2,4 
1,6 
1,4 
0,4 
Fig. 2 
A 
es' 
2,5 
1,9 
1,3 
0,5 
A 
a 
3,3 
1,8 
1,5 
0,8 
Fig. 4 
Herr L. 
o offen 
a 
2,4 
2,3 
1,0 
0,9 
Fig. 6 
Tenor 
o geschl. 
a 
2,1 
2,5 
1,2 
1,0 
Fig. 7 
e 
a 
2,8 
2,9 
1,3 
1,2 
Fig. 9 
i geschl. 
h 
3,6 
3,0 
1,4 
1,1 
Fig. 10 
i offen 
h 
4,2 
3,8 
1,9 
1,4 
Fig. 11 
u 
h 
2,4 
1,4 
1,1 
0,6 
Fig. 13 
Es geht aus dieser Tabelle hervor, daß die in der Weite des 
Kehlraumes zum Ausdruck kommenden Deckungsunterschiede 
außer bei A auch bei Ä und einem dem A nahestehenden offenen o 
— in der Tabelle wie üblich mit  bezeichnet — deutlich ausge¬ 
sprochen sind, ebenso noch bei u. Bei den übrigen Vokalen dagegen 
sind sie geringer. Beim e und beim geschlossenen o zeigt die Tabelle 
für die Entfernung Epiglottis Pharynxwand eine Abweichung von 
der Regel, die aber vielleicht in die Fehlergrenze fällt. 
Der Tiefstand des Kehlkopfes bei der Deckung ist ebenfalls bei 
A und Ä am stärksten ausgesprochen, bei den übrigen Vokalen 
geringer. Bei ü konnte ich überhaupt keinen Unterschied feststellen, 
Die Mundbodenlinie ist meist etwas gesenkt. 
Der weiche Gaumen ist da, wo er im Bilde zu erkennen ist, 
bei der Deckung deutlich gehoben. 
ln der Kieferöffnung fand sich im allgemeinen kein großer 
Unterschied. Bei geschlossenem i, o und u war dieselbe bei der 
Deckung etwas weiter. 
Die Lippenöffnung ist in ihrem vertikalen Durchmesser 
gemessen — stets etwas kleiner bei gedeckter Tongebung, und die 
Lippen sind — in horizontalem Durchmesser — stärker vor¬ 
gestülpt. Der Unterschied gegenüber der ungedeckten Tongebung 
ist besonders deutlich beim geschlossenen i zu sehen.
        

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