Bauhaus-Universität Weimar

Schilling, Die Deckung des Gesangstones etc. 
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üblichen Bezeichnungsweisen, die sich auf mehr oder weniger ge¬ 
naue Beschreibung der betreffenden Ansatzrohreinstellung gründen, 
wäre der einer größeren Exaktheit, da z. B. u4 jenes u bezeichnen 
würde, welches zwischen dem offnen ü5 und dem geschlossenen u ‘ 
dadurch erzeugt wird, daß bei Kammertonhöhe sein vokalcharak¬ 
terisierender Oberton. nämlich der vierte Oberton des Kammertons 
a', also eis"', genau mit dem Eigenton der hierzu gehörigen vordem 
Mundhöhleneinstellung übereinstimmt. 
Steigert man die Resonanz der vorderen Mundhöhle bet 
unserem Experiment durch verstärktes Anblasen so weit, bis der 
Eigenton selbst, also z. B. die in der Obertonreihe nicht vorhandene 
(und jetzt nicht mehr durch Liberalität des Resonators etwa zur 
großen Terz, d. h. dem 5. Oberton erniedrigte) Quarte des 
Gesangstons neben diesem erklingt, so haben wir die Er 
scheinung des gleichzeitigen Pfeifens undSin 
gens vor uns, bei welcher beiderlei, nun an zwei o a 
getrennten und gleichwertigen Artikulationsstellen erzeugte one 
bezüglich der Tonhöhe, also auch des gegenseitigen Intervall¬ 
abstandes durchaus unabhängig voneinander geführt we 
können. Dieser Kunstfertigkeit begegnet man öfters, un 8 
läßt sich - Muskelgeschicklichkeit und Musikalität, speziell 
die Befähigung zu polyphonem Denken vorausgesetzt s 
steigern, daß z. B. der Verfasser auf diese Meise zweis immige 
Musikstücke, ja Kanons und Fugen durchaus verne m ic 
zu führen vermag. 
X. 
Die Deckung des Gesangstones im Röntgenbilde. 
Von 
R. SCHILLING 
in Freiburg i. B. 
(Hierzu 15 Abbildungen im Text.) 
Die denkwürdige Schrift, in Porten mitteilt, 
Erfindung des Kehlkopfspiegels mit sch ^ physiologie der 
enthält eine Reihe von Beobachtungen chtungsgabe dieses 
Stimme, welche von der vorzüglichen
        

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