Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Harmonium, sein Bau und seine Behandlung. Dritte vermehrte Auflage
Person:
Riehm, W.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38225/53/
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Figur VIII zeigt uns die Mechanik der Manualkoppel 
für zweimanualige Instrumente, und zwar bei geschlossenem 
Hilfszug, also ausser Thätigkeit. Die Tasten des unteren 
Manuals heben, wie leicht ersichtlich, vermittelst Druck¬ 
schrauben (i) und Tangenten (2) die Ventile der vorderen 
Spiele, und sowohl an dem durch die Tangente greifenden 
Stift (3), als an dem weiteren Umstande, dass sich vorn 
nur eine Reihe Leitstifte (4) vorfindet, bemerken wir, dass 
wir auch hier ein Instrument mit Perkussion vor uns haben. 
Für die hinteren Spiele, die hier im selben Stimmstock, also 
nicht etwa in einem besonderen Oberwerk, untergebracht 
sind, ist die obere Klaviatur bestimmt. Der Wagbalken 
(5) derselben zeigt hier 2 Reihen Tragstifte, und ebenso be¬ 
finden sich vorn die Leit stifte (6) für die langen und kurzen 
Tasten getrennt in 2 Reihen. Ziffer 7 zeigt eine dünne 
Wand zwischen dem unteren Manual und dem Innenraum; 
und um durch dieselbe beim Niedergehen nicht gehindert 
zu werden, sind die langen Tasten des Obermanuals mit einem 
Einschnitte versehen. Werden dieselben niedergedrückt, so 
heben sie mittelst abwärtsgehender Metallabstrakten (8) 
die an Wippen (9) angebrachten Ventile, die hier behufs 
gleichmässiger Hebung an einer Leiste (10) eine Schranke 
finden (vgl. die früher beachteten Schrankenstifte, Fig. XIV, 8). 
— Nun ist zwischen den hinteren Enden der Tasten beider 
Klaviaturen, durch die ganze Länge des Instrumentes sich 
hinziehend, ein oben beiderseits mittelst Stifte beweglicher 
hölzerner Rahmen (11) angebracht, und zwar bei ge¬ 
schlossenem Hilfszug in schiefer Stellung über den unteren 
Tasten schwebend und durch eine geringelte Feder (12) in 
der Richtung nach dem oberen Wagbalken (5) festgehalten. 
Wird nun der Hilfszug geöffnet, so zieht eine Metallab¬ 
strakte (13) den Rahmen so weit rückwärts, dass er senk¬ 
recht zwischen den Tasten zu stehen kommt, und eben hier¬ 
mit sind beide Klaviaturen gekoppelt. Unter jeder Taste 
der oberen nämlich und über jeder Taste der unteren hat 
dieser Rahmen je ein Loch, durch welches ein Stösser (14) 
greift. Dieser Stösser ist oben durch ein Gelenk mit einer
        

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