Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Jankó-Clavier in seiner vollkommenen Ausführung (Boyes-Construction, in Aluminum gefertigt) und Die Frage seiner Existenzberechtigung. Durch Illustrationen erläuterte, nach Möglichkeit kurz gefasste und zugleich erschöpfende Behandlung dieses Gegenstandes
Person:
Boyes, Francis Bryan
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38214/4/
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Dass meine Construction, welche eine so grosse Neuerung im Bau 
der Janko-Claviatur bedeutet, nicht gleich bei den ersten Ausführungen 
ins Leben treten konnte, sondern verschiedene Wandlungen durch¬ 
machen musste und längere Zeit zu ihrer Vervollkommnung bedurfte, 
liegt wohl auf der Hand. Ueber dieselbe konnte nach den ersten 
Ausführungen daher noch kein 
abschliessendes Urtheil gefällt 
^— werden, und ist nichts Näheres 
darüber in weitere Kreise ge¬ 
drungen, da ich längerer Zeit be¬ 
durfte, um bei diesem technischen 
Thema alle speciellen in Betracht 
kommenden Fragen zu lösen und 
das Beste herauszufinden 
Nun ich jedoch in der Lage 
bin, darauf hinzuweisen, dass die 
in der Theorie begründete, völlig 
correcte Kraftübertragung der 
engen vorderen Mensur der Bäck¬ 
chen auf die weite hintere Men¬ 
sur der Mechanik, auch in der 
praktischen Ausführung die voll¬ 
kommene Lösung des Problems 
herbeigeführt hat und von Seite 
der Clavierbauindustrie einer zu¬ 
künftigen, nach und nach ein¬ 
tretenden, allgemeinen Verwen¬ 
dung des Jankö-Claviers gar kein 
Hindernis mehr im Wege steht, 
ist es an der Zeit und berechtigt 
es mich da^u, jene, welche es zu¬ 
meist und entschieden angeht, 
welche dçn Clavierunterricht er- 
theilen, sowie etliche andere da¬ 
von in Kenntnis {u setzen. Ich 
bitte dieselben daher, der Sache 
ihre Aufmerksamkeit \u schenken. 
Aus beistehender Figur ist 
unschwer \u erkennen, in welcher 
Weise eine gan% fehlerfreie ver¬ 
setzte Kraftübertragung möglich 
ist, wobei der zweimal gebrochene 
Hebel das Bestreben hat, in ge¬ 
rader Richtung ohne jegliches 
seitliches Umkippen, ohne schäd¬ 
liches Wetzen und Reiben in den 
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Erläuterung des Hebelgesetzes. 
Führungen, so wie ein gewöhnlicher gerader Hebel zu laufen, voraus¬ 
gesetzt, dass die Angriffspunkte von Kraft und Last an beiden Enden 
stets dieselben bleiben, was leicht zu erreichen ist, wenn man vorne 
einen Doppelhebel mit einem GelenkstÖssel verwendet, wie dieses
        

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