Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Jankó-Clavier in seiner vollkommenen Ausführung (Boyes-Construction, in Aluminum gefertigt) und Die Frage seiner Existenzberechtigung. Durch Illustrationen erläuterte, nach Möglichkeit kurz gefasste und zugleich erschöpfende Behandlung dieses Gegenstandes
Person:
Boyes, Francis Bryan
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38214/14/
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Unterschied der Spielart der verschiedenen Reihen das Spiel absolut 
nicht schädlich beeinflusst, nun man die erforderliche Lange des 
Hebels und die richtige Lage seines Wagpunktes mit der Zeit genau 
herausgebracht hat und die Anwendung des Doppelhebels ebenfalls 
günstig darauf einwirkt. Auch in der sechsten Reihe der Bäckchen 
ist der Anschlag ein guter und die Spielart eine leichte, wie auch 
in der Tiefe des Falles der verschiedenen Reihen kein wesentlicher, 
irgendwie störender Unterschied mehr existiert. 
Dieser Anschlag an verschiedenen Stellen findet auf dem alten 
Clavier auch statt, und im Verhältnis dazu, wie er dort im geringeren 
Ausmasse stattfindet, ist der kurze Hebel ohne Doppelhebel dafür 
auch weniger geeignet, ohne dass man es deshalb für notbwendig 
gefunden hätte, längere Hebel zu bauen. 
Hilfsapparat, um beim Zusammensetzen der Hebel parallele Holzenden mit 
gleicher Flucht zu erzielen. (Das vordere Holz ist zum Anreissen hergerichtet.) 
Da ein viermal längerer Hebel nur um zweimal langsamer 
schwingt, so ist bei dem etwas längeren Janko-Hebel beim Spielen 
von einer um ein geringes langsameren Schwingungsdauer nichts 
zu spüren, zumal der Wagpunkt so empfindlich ist. Ein Hüpfen 
der Doppelhebel beim Spielen findet nicht statt, weil der untere Hebel 
correct läuft und steif genug ist Ein Herausspringen der Gelenk- 
stössel der Doppelhebel ist bei meiner Bauart mit der Arretierung 
von oben ganz unmöglich. Die Dauerhaftigkeit meiner Construction 
ist nach mehrjähriger Erfahrung und sorgfältigster menschlicher Vor¬ 
aussicht eine grosse, bestimmt verlässliche, welche weder durch Tem¬ 
peratur noch sonstige in Betracht kommende Verhältnisse beeinflusst 
wird. Beide Varianten functionieren ganz geräuschlos. Eine Ver¬ 
änderung des Tones der Instrumente, bewirkt durch eine Resonanz 
der Metallstäbe der Hebel findet nicht statt, denn erstens liegen diese 
ja nicht über dem Resonanzboden, zweitens wären die seitlichen 
Schwingungen, in welchen die Stäbe beim Gebrauch allenfalls er¬ 
zittern könnten, viel zu langsam, um auch nur den tiefsten Ton zu
        

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