Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Entwicklung der Mulita. La Embriologia de la Mulita (Tatusia hybrida Desm.)
Person:
Fernandez, Miguel
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38206/457/
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kleben. Sie setzen sich so zwischen die drei Endzacken des Penis 
fort, wodurch ein y-förmiges Bild entsteht. Die gesamte Uretral- 
spalte wird durch ein mehrschichtiges (3—5 Lagen hohes) Epithel 
ausgefüllt. 
Der Sinus ur.ogenita.lis ist ähnlich gestaltet wie bei 30,2 
(Eig. 159). Am Proximalende der Urethralrinne ist er nur ein 
enger Kanal, der sich etwa 2,5 mm von der Penisspitze in der 
Querrichtung erweitert und in cranialer Sichtung umknickt. Bei 
Mündung der Wo Iff’sehen Gänge ist sein epithelialer Teil 
äußerlich 500 p weit; das Lumen ist aber durch die stark ge¬ 
wucherten innern Zellagen des Epithels bis auf 150 p in querer 
und kaum 40 p in dorso-ventraler Richtung eingeengt. Der augen¬ 
fälligste Unterschied gegenüber 30,2 ist, daß das den Sinus um¬ 
gehende Mesenchym, das sich dort noch kaum von dem allge¬ 
meinen Mesenchym absetzte, hier als eine dunkle, scharf um¬ 
schriebene Masse erscheint. Gegenüber von den Wolff’ sehen 
Gängen gehen von der ventro-lateralen Kante zwei kurze, etwa 
100 p dicke lumenlose Drüsenschläuche in den Sinus über. Sie 
dehnen sich medial und ventral in der Mesenchymmasse aus und 
sind unverzweigt. Das Blasenlumen ist unregelmäßig stern¬ 
förmig, in keiner Weise mehr dorso-ventral abgeplattet wie bei 
30,2. Das Blasenepithel ist stellenweise, vielleicht durch die (Kon¬ 
servierung, vom darunterliegenden Bindegewebe gelöst. Außer¬ 
dem haben sich an demselben die innersten Zellagen abgespalten 
und liegen als dünne Membranfetzen im Blasenlumen. Auf das 
Epithel folgt die sehr dicke (70—200 p) helle Bindege websschicht, 
und darauf die deutlich aus einzelnen, locker liegenden Easer- 
zügen bestehende Muskulatur, dann wieder helles Bindegewebe, 
das jederseits einen Wulst bildet, in dem die 70—80 p dicke Ar- 
teria umbilicalis liegt. Das Blasenlumen liegt auf etwa 1 mm 
Länge. Die größte Breite des Blasenwulstes (inch der Arteria 
umbilicalis) ist 1,5 mm. Die Anheftungszone an der Bauchwand 
ist im Maximum 600 p breit. Der Wulst ragt bis 1 mm ins 
Cölom vor. Der Durchmesser der Blasenanlage, gemessen von 
Muskelhalbschicht zu Muskelhalbschicht ist auf mittleren Schnit¬ 
ten sowohl quer als dorso-ventral etwa 700—800 p. Im Gegensatz 
zu 30,2 setzt sich vom Cranialende der Blase aus die entodermale 
Allantois als ein lumenloser Strang von ca. 40 p Dicke fort, der 
im Nabelstrang so weit verfolgbar ist, als die Schnitte durch 
ihn vorhanden sind. 
Der Hoden beginnt mit Anfang des 20. Spinalganglions, und 
liegt auf etwa 1,35 mm Länge. Sein Durchmesser auf mittleren 
Schnitten ist 750 p in dorso-ventraler, und 950 p in querer Rieh-
        

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