Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Entwicklung der Mulita. La Embriologia de la Mulita (Tatusia hybrida Desm.)
Person:
Fernandez, Miguel
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38206/452/
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Processus nur im Stadium des verdichteten Mesenchyms eine 
directe Portsetzung der Mesosternalanlage. Seine Verknorpelung 
erfolgt gesondert von ihr. 
Die kleinen Höcker des cranialen Endes des Manubrium, 
die Anlagen der Praeclavia (Fig. 164, pr. el.), haben sich 
nun zu deutlichen, 270 g hohen knorpeligen Fortsätzen ent¬ 
wickelt. Die latero-cranial von jedem beginnende C-lavicula ist 
4—5 mal dicker als das Praeclavium und wird von ihm durch 
einen ca. 150 ja großen Zwischenraum getrennt, der von einem 
dunklen Mesenchym besonderer Structur ausgefüllt wird, der 
Anlage des Ligaments. (Auf der Figur dunkel.) 
Bei mehreren Skeletten von Erwachsenen lagen die beiden 
Praeclavia an genau derselben Stelle wie bei den Embryonen, 
und wurden vom Manubrium nur durch eine Naht geschieden. 
Bei einem jungen Tier waren sie noch nicht verknöchert, sondern 
bloße Knorpelplättchen. Bei allen waren sie der Mittellinie sehr 
nahe, nicht so weit seitlich, wie es auf Figur 73 von Weber 
(1904) für Tatusia angegeben ist. Auch war ihre Beziehung zur 
Clavicula eine viel weniger enge als es nach jener Figur scheinen 
könnte, da zwischen beiden ein langes Ligament liegt. Auch bei 
Skeletten anderer Gürteltiere (z. B. Dasypus villosus und mi- 
nutus, Priodontes giganteus) sind die Verhältnisse ganz ähnlich 
wie bei. der Mulita, Nach der gebräuchlichen Bezeichnung müßte 
man die Knöchelchen also nicht als Praeclavia, sondern als 
Prosternumreste bezeichnen. 
Da in der Weber’ sehen Figur 6 Sternalrippenpaare vor¬ 
handen sind, möchte ich noch besonders bemerken, daß ich bei 
allen Skeletten der Mulita und dem einzigen von Tatusia novem- 
cincta, das mir zur Verfügung stand, immer nur 5 Sternalrippen¬ 
paare gefunden habe. 
Die Scapula ist eine einzige Knorpelmasse, deren Knorpel 
in der Pars infraspinata weiter entwickelt ist, als in der supraspi- 
nata. Nahe dem Ventralrand der ersteren ist auf der Außenseite 
eine ziemlich große Knochenplatte vorhanden, an der Pars supra- 
spinata dagegen nur ein kleines Stück am Vorderende. Mehr 
als die hintere Hälfte der Spina ist verknöchert. Wennschon 
der Knochen dem Knorpel außen aufliegt, so kann doch kein 
Zweifel bestehen, daß es sich um Ossification auf knorpeliger 
Grundlage handelt, da an vielen Stellen der Übergang direct 
sichtbar ist. Der vordere Teil der Spina ist rein knorpelig und 
geht direct in das ebenfalls knorpelige, sehr lange Acromion über, 
das um den Humeruskopf außen herumzieht und schließlich an 
die Clavicula stößt. Das Os acromiale, das A m e g h i n o
        

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