Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Entwicklung der Mulita. La Embriologia de la Mulita (Tatusia hybrida Desm.)
Person:
Fernandez, Miguel
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38206/38/
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dem Trophoderm, distal dem Ectoderm anliegt, indeß sie auf 
den Seiten hauptsächlich vom Entoderm umgeben wird. Distal 
bildet das Exocöl Blindsäcke (Textfig. 3—7), die zwischen die¬ 
jenigen des Ectoderm eingreifen. Zwischen Ecto- und Entoderm 
scheint das Mesoderm nicht vorzudringen. Immerhin ist dies 
wegen der schlechten Färbung der Präparate nicht ganz sicher. 
Doch unterliegt keinem Zweifel, daß nirgends ein Primitiv¬ 
streifen vorhanden ist. 
Keimblase 4b. (Fig. 1 und 2, Textfig. 11). 
(Conserviert am 4. 6. 1907 in Platinchloridsublimat.) 
Diese Keimblase habe ich bereits in der ersten Mitteilung 
beschrieben und mehrere Schnitte durch sie abgebildet. Da sich 
aber inzwischen durch genaueres Studium und besonders durch 
Anfertigung eines Plattenmodells wichtige Tatsachen mit Bezug 
auf die Aussprossung der Embryonen aus der gemeinsamen Am¬ 
nionhöhle ergeben haben, so soll hier nochmals eine genaue 
Beschreibung folgen. 
Die Keimblase war im conservierten Zustande 3 mm lang 
und 2,2—2,5 mm breit. Sie wurde vor dem Conservieren leider 
von dem Fundus uteri abgelöst, wobei natürlich die Ectopla- 
centarhöhle geöffnet wurde, und die proximale Trophodermwand 
mit der Uterusschleimhaut verbunden blieb, sodaß an der Keim¬ 
blase nur die distale Trophodermwand vorhanden ist.1) Die ring¬ 
förmige Übergangszone der distalen in die proximale Tro- 
phodennlamelle, in der gleichzeitig, wie bei den bisherigen Keim¬ 
blasen, die Befestigung des Entoderms am Trophoderm gelegen 
ist, bildet den proximalen Abschluß der Keimblase. Die proxi¬ 
male Trophodermlamelle hat denselben Character wie bei den 
vorhergehenden Blasen; sie besteht aus großen, hellen Cvlinder- 
epithelzellen, deren Grenzen undeutlich sind, und deren sehr 
fein gekörntes Plasma sich stark mit Eosin färbt. Die Grenze 
der Membran gegen das Exocöl ist glatt und wird durch eine 
scharfe, dunklere Linie, ähnlich der Basis eines Epithels gebildet, 
indeß die der Ectoplacentarhöhle zugekehrte grob ausgefranst 
erscheint, vor allem dadurch, daß hier von der Höhle her keil¬ 
förmige Zwischenräume sich zwischen ihre Zellen fortsetzen. 
Wie bei den früheren Keimblasen finden sich in der Ectopla- 
centarplatte, oder doch mit ihr zusammenhängend, Gruppen 
von dunklen Zellen, die häufig als dicke Knoten erscheinen, 
') Auf dem Schema Textfigur 11 ist die proximale Trophodermwand 
ebenfalls dargestellt.
        

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