Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Entwicklung der Mulita. La Embriologia de la Mulita (Tatusia hybrida Desm.)
Person:
Fernandez, Miguel
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38206/348/
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geengt. Der Übergang zum einschichtigen Epithel und die Er¬ 
weiterung des Lumens bezeichnen den Übergang des Sinus in 
die Blasenanlage. Diese ist in der Nähe des Sinus elliptisch und 
400 p breit und in dorso-ventraler Richtung 100 p dick. Weiter 
von ihm entfernt wird sie mehr halbmondförmig mit dorsaler 
Concavität; doch erscheint sie nie mehr so stark abgeplattet wie 
früher. Sie selbst und die sie links und rechts begleitenden 
Arteriae umbilicales treten in einen Mesenchymwulst, der ins 
Cölom vorragt. An der caudalen Grenze des physiologischen 
Nabelstrangbruchs verliert die Blase das Lumen und geht als 
Strang in die Caudalwand des Nabelstrangbruchs über, d. h. sie 
ist zur entodermalen Allantois geworden. Diese bekommt strecken¬ 
weise wieder ein Lumen, und bildet ein bis 150 p dickes Rohr, 
das zunächst in der Ventralwand des Nabelstrangbruchs, später 
im Bauchstiel liegt. Ihr Ende ist nicht anzugeben, da der Bauch¬ 
stiel abgeschnitten ist. 
Die Geschlechtsleiste beginnt grade caudal vom Ostium 
tubae auf der Ventralseite des Urnierenwulstes (Anfang des 
16. Spinalganglions). Ihr Ende liegt etwa bei den letzten Glome¬ 
ruli (Anfang des 20. Spinalganglions) und sie ist ungefähr 1,5 mm 
lang. An ihrem Vorderende ist sie nur sehr wenig vorgewölbt 
(Figur 122), bildet dagegen eine bis 75 p tief in das Mesenchym 
des Urnierenwulstes vordringende Masse. Auf dieser Strecke 
finden sich wie oben angegeben die Verbindungen mit den Ur- 
nierenkanälchen und Glomeruli. Weiter caudal buchtet sie sich 
allmählich mehr und mehr gegen das Cölom vor, bis sie zuletzt 
einen Wulst von etwa 2/3 des Urnierenwulstes bildet (Figur 120, 
123). Derselbe hat bezogen auf den Urnierenwulst im vordem 
Teil eine mehr medio-ventrale, im hintern eine rein mediale Lage. 
Dort, wo er am besten entwickelt ist, ist er bis 250 p hoch und 
230 p breit; seine Anheftungslinie an der Urniere ist jedoch 
weniger als 200 p breit, sodaß er sich hier durch eine deutliche 
Kerbe von der Urniere abhebt. Diese Kerbe schwindet weiter 
caudal, wie auch die Leiste allmählich kleiner und niederer 
wird. Sie geht so allmählich in die Form über, die sie beim 
vorigen Embryo in den bestentwickelten Partien hatte. 
Wie beim vorigen Stadium ist das Cölothel auf der Leiste 
nicht unterscheidbar. Die großen blasigen Urgesclilechtszellen- 
kerne von 10—12 p Durchmesser scheinen viel häufiger zu sein 
als bei 28. Auch finden sich die ersten Anfänge von Vascu- 
larisierung in der Leiste, doch lange nicht so weit fortgeschritten 
wie beim folgenden Embryo. 
Ähnlich wie beim folgenden Stadium (206) ist der cranialste
        

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