Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Entwicklung der Mulita. La Embriologia de la Mulita (Tatusia hybrida Desm.)
Person:
Fernandez, Miguel
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38206/346/
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auch kleinere. Während z. B. das 4. M alp ighi ’ sehe Körper¬ 
chen links die angegebenen Maße hat, ist beim 5. die Kapsel 
40, der Glomerulus 30 p (Figur 123). 
Der erste Glomerulus liegt der Geschlechtsdrüse dicht an 
(Figur 122); der 2. und 3. sind bereits deutlich tiefer ins Me- 
senchym gerückt; doch sind sie durch einen kurzen dunklen 
Gewebsstrang mit der Geschlechtsdrüse verbunden. Der 4. liegt 
frei im Mesenchym ohne Verbindung mit der Geschlechtsdrüsen¬ 
anlage, ebenso die übrigen. Verglichen mit vorigem Embryo 
liegen also der Geschlechtsleiste viel weniger Kanälchen dicht an. 
Der Wolff’ sclie Gang wird 60—90 p caudal von der Tube 
deutlich. Er verläuft zuerst auf der Lateralseite des Urnieren- 
wulstes medial vom M ü 11 e r ’ sehen Gang. Am Caudalende des 
letzteren (das hier mit der Caudalgrenze der Glomeruli in der¬ 
selben Höhe liegt) wendet er sich zunächst auf die Ventral-, 
später auf die Medialseite der caudalen Fortsetzung des Urnieren- 
wulstes, Er mündet hart an der Medialseite des Ureters in den 
Sinus urogenitalis. Das Endstück des Wolff’sehen Ganges ist 
also ganz in den Sinus urogenitalis aufgenommen. Zwischen 
den beiden Mündungen der Wolff’sehen Gänge ist 200 p Zwi¬ 
schenraum. Sie sind 2,1 mm lang. 
Das Ostium des Müller'sehen Ganges liegt beim 15. Spi- 
nalganglidn. Auf den ersten 600 p seines Verlaufs ist der Gang 
sehr stark gewunden; später verläuft er gerade, lateral neben 
dem Wolff’ sehen Gang, das Epithel des Urnierenwulstes da¬ 
bei deutlich vorwölbend. Er endet blind nach etwa 1,6 mm 
Länge in der Höhe des 20. Spinalganglions. 
Nachniere. Die craniale Grenze der Nachniere liegt etwa 
beim 9. Glomerulus der Urniere (18. Spinalganglion), ihre caudale 
beim letzten (20. Spinalganglion). Sie ist 600 p lang; ihr größter 
Querdurchmesser ist 370 p, der dazu senkrecht stehende 300 p. 
Die Niere liegt latero-dorsal von den Venae cardinales posteriores 
und dorsal über dem Urnierenwulst, dessen Basis sie viel mehr ge¬ 
nähert ist als bei Stadium 28. Die meisten Änderungen gegen¬ 
über früheren Stadien hat das Nierenbecken erfahren. An der 
Übergangsstelle des Ureters in dasselbe findet sich keine Er¬ 
weiterung, sondern sein Lumen ist auch hier kaum 10 p weit. 
Sowohl von der dorsalen wie von der ventralen Hälfte des 
Beckens treten mehrere sehr deutliche Nierengangäste ab, die 
sich meist dichotomisch teilen und am Ende kolbenförmig ange¬ 
schwollen sind. Die innere nephrogene Zone ist streckenweise 
geteilt, und die Endkolben eines Nierenganges werden von je 
einem solchen Teil umgeben. Zum Teil ist die Zone aber auch
        

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