Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Entwicklung der Mulita. La Embriologia de la Mulita (Tatusia hybrida Desm.)
Person:
Fernandez, Miguel
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38206/301/
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sondern vor Allem auch ihre Cranialgrenze sich bereits um volle drei 
Segmente gegenüber der bei den früheren Embryonen (bis 10,7) 
caudal verschoben hat. Diese Verkürzung war bereits auf dem 
vorigen Stadium 222 eingetreten. — Die ersten Glomeruli sind, 
wie bisher, sehr klein und rudimentär; sie werden caudalwärts 
bald größer und sind dann bis zum Ende wohl entwickelt. 
Durchmesser des 1. Malphigi’schen Körperchens inch Bowman’sche Kapsel 35 ;i 
„ 10. „ „ links „ „ „70 tu 
„ seines Glomerulus 55 u 
„ 17. Malphigi’schen „ „ „ „ „ 85 ft 
_ seines Glomerulus 65 n 
Der Wo Iff’sehe Gang wird beim 11. Spinalganglion deut¬ 
lich; er wendet sich lateral, zieht dann zunächst medial vom 
Müller’ sehen Gang und nach dessen Ende direct dem Cölothel 
angelegt caudal. Er mündet von der Dorso-lateralseite in den 
Sinus urogenitalis. Der Müller’sehe Gang beginnt beim 11. 
Spinalganglion, in der Höhe der erwähnten rudimentären Kanäl¬ 
chen. Das Ostium bildet einen deutlichen Trichter. Er ist im 
Ganzen 270 p lang und verläuft zwischen W o 1 f f ’ sehen Gang 
und Cölomepithel. Er ist nicht ganz gerade, sondern etwas ge¬ 
wellt. Sein blindes Ende liegt dem Cölothel eng an, vor dem 
13. Spinalganglion. 
Die Nachniere (Figur 111) hat sich, verglichen mit der des 
vorigen Embryos, stark dorsal und oral geschoben, sodaß sie 
jetzt noch auf den drei letzten Schnitten durch die Urnieren- 
kanälchen dorsal über denselben liegt. Ihre Längsachse hat sich 
ebenfalls gedreht, wie man daraus ersieht, daß sie nun ziemlich 
gut quer getroffen ist. Die Nachniere findet sich (inch der innern 
Zone des nephrogenen Gewebes) auf 600 p, das Lumen des 
Nierenbeckens auf 450 p. Auf Schnitten, auf denen der Ureter 
an die Niere herantritt, ist die äußere Breite (inch der innern 
nephrogenen Zone) 160 p, die Breite des Lumens 20 p. Die 
innere Zone des nephrogenen Gewebes ist im Mittel 30—40 p 
dick und zeigt sehr deutlich die radiäre, epithelähnliche Anord¬ 
nung. Die etwa ebenso dicke äußere Zone ist deutlich und geht 
ohne scharfe Grenze in das umgebende Mesenchym über. Der 
Ureter geht ziemlich genau von der Mitte der Niere (11—12 
Schnitte vom Cranialende) auf der Ventralseite ab. Auf den 
Schnitten, die ihn treffen und auf solchen, die caudal darauf 
folgen, finden sich in der innern nephrogenen Zone bläschenartige 
Bildungen, die epithelähnlich von Zellen der Zone umgeben wer¬ 
den und ganz geschlossen sind, ohne Verbindung mit dem Nieren¬ 
becken. Es sind die Anlagen desjenigen Teils der Nierenkanäl- 
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