Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Entwicklung der Mulita. La Embriologia de la Mulita (Tatusia hybrida Desm.)
Person:
Fernandez, Miguel
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38206/284/
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10 g. ventral nur halb so dick. In caudaler Richtung- wird die 
Milchleiste ganz allmählich niedriger, bis sie verschwindet. 
Keimblase 150. (Fig. 31, 106—114, Textfig. 105—115, 128.) 
(Conserviert am 2. 7. 1908 in Pikrinsublimat.) 
Diese Keimblase enthält 10 gut ausgebildete Embryonen, 
die bereits beim Fixieren vom Dottersack abgeschnitten wurden, 
sodaß über ihre gegenseitige Lage gegenwärtig nichts mehr aus¬ 
gesagt werden kann. Außerdem sind noch 10 sehr stark ver¬ 
krüppelte Anlagen vorhanden. Die Anzahl der Ursegmente ist 
nicht genau feststellbar, doch sind es sicher über 50 (Fig. 31). 
Auge und Ohr sind wesentlich weiter entwickelt als bei 222. 
Am Auge ist eine Linsengrube nicht mehr vorhanden, da sich 
die Linse abgeschnürt hat, doch schimmern die Contouren des 
Linsenhohlraums, der äußern Wand der Linse und des Um¬ 
schlagsrandes der Retina durch. Die Contour der Pigmentosa 
(Pigmentring) hat bei allen Embryonen die Form eines Rhombus, 
dessen Ecken im medialen und lateralen Augenwinkel und dorsal 
und ventral liegen. Der Pigmentring ist viel dünner als bei Stadium 
28. Ventral (über dem Oberkieferfortsatz) vom Auge liegt eine 
tiefe Rinne, die im medialen Augenwinkel in die Tränennasen¬ 
furche übergeht. Diese schneidet zwischen Oberkiefer und late¬ 
ralem Nasenwulst sehr tief ein. — Am Unterkiefer und am 
2. Visceralbogen sind die Ohrhöckerclien aufgetreten. Die Mo¬ 
dellierung ist sehr reich und scharf. Bei Beobachtung mit dem 
Binocularmikroskop erkennt man (was auch auf der Photographie 
ersichtlich), daß die Zahl der Höckerchen und ihre Anordnung 
nicht gut mit den gewöhnlichen 6 angegebenen übereinstimmt. 
Besonders diejenigen auf dem 2. Bogen sind sehr deutlich und 
characteristisch. Die Modellierung ist bei allen Embryonen des 
Stadiums im Großen und Ganzen dieselbe; die Unterschiede der 
Höcker mit Bezug auf Form und Größe sind nur geringfügig. 
An der früheren 1. Visceralspalte sind die drei Ohrgrübchen deut¬ 
lich zu erkennen. Das oberste ist von sehr geringem Durch¬ 
messer und wenig tief; das mittlere ist flach, aber so breit wie 
das untere, das tief und trichterförmig ist. 
Der mediale und laterale Nasenfortsatz begrenzen das Nasen¬ 
loch von der medialen, vorderen und lateralen Seite; sie gehen 
ohne jede Grenze ineinander über. Der Anfang des medialen 
Fortsatzes kreuzt auf der Ventralseite lateralwärts, bis er den 
Oberkieferfortsatz berührt. Die Grenze zwischen beiden wird 
durch eine deutliche Kerbe markiert. Die Kerbe zwischen dem 
Anfang des medialen und dem Ende des lateralen Nasenfort-
        

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