Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Entwicklung der Mulita. La Embriologia de la Mulita (Tatusia hybrida Desm.)
Person:
Fernandez, Miguel
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38206/267/
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Das Ganglion olfactorium ist in der Ablösung aus dem 
Riechepithel begriffen (Fig. 102, Tab. 12). 
Am Diencephalon fällt im Vergleich mit vorigem Stadium 
die Bildung des Chiasmawulstes und des Infundibulum auf. Der 
Medianschnitt zeigt das blinde Ende der Rathke ’ sehen Tasche; 
d, h. das Ende ihres medianen Teils; denn an der Stelle, wo 
der Processus infundibuli basalwärts vortritt, gabelt sich die 
Rathke’sehe Tasche; die beiden gegen die Sattelspalte ge¬ 
richteten Gabeläste umfassen den Processus infundibuli von bei¬ 
den Seiten und buchten seine Seitenwände nach innen und etwas 
dorsalwärts vor (Fig. 101, Tab. 12). Der abgebildete Schnitt, der das 
Vorderende des Processus infundibuli trifft, zeigt eine Gliederung 
des Zwischenhirns in drei Teile: den Dachteil, die Seitenwände 
und den Processus infundibuli. Der Dachteil, in der dorsalen 
Mittellinie 35 p, in den Seitenabschnitten 100 g dick, zeigt noch 
die gleiche schon auf vorigem Stadium (vergl. Textfig. 87) kennt¬ 
liche Abgliederung gegen den ventralen Teil. Dessen Seitenwände 
sind vorgebaucht und verdickt. Die Dicke der Seitenwand beträgt 
150, weiter mittelhirnwärts sogar 180 p, die Dicke der Infundi¬ 
bular wand 100 p. 
Eine Randschicht findet sich am Diencephalon vor Allem 
an der Seitenwand, ferner an der Peripherie des Chiasmawulstes, 
und in besonders starker Ausbildung seitlich zu ihm. Auf den ab¬ 
gegliederten Dachteil des Diencephalon setzt sich die Randschicht 
ein Stück weit fort, ohne die dorsale Mittellinie zu erreichen. 
Die Verdickung der ventralen Seitenwand des Diencephalon 
setzt sich ohne Grenze in die ventro-laterale Verdickung der 
Mittelhirn wand fort; diese beträgt 180 p, weiter gegen das Hinter¬ 
hirn zu 200 p. Auf 11 Schnitten, also im Bereich von 250 p, ist 
an der im Medianschnitt (Textfig. 100) angegebenen Stelle eine 
Randschicht im Bereich der dorsalen Oberfläche einschließlich 
der Mittellinie vorhanden. Dies ist die erste Andeutung einer 
Commissura posterior. Die Wanddicke in der Gegend der Com¬ 
missure posterior beträgt 50 p. 
Die Fossa postmammillaris der Sattelspalte ist nun deut¬ 
licher ausgebildet als im vorigen Stadium. Die Plica rhombo- 
mesenceplialica ist stärker eingeschnitten, die von ihr zur Sattel¬ 
spalte verlaufende Ringfalte, besonders in ihrem ventralen Teile, 
ebenfalls. 
Die Kleinhirnlamelle zeigt eine größte Dicke von 133 p. 
Sie weist eine Randschicht und eine periphere schmale Ivern- 
schicht auf, die durch einen kernarmen Zwischenraum von der 
innern breiten Kernschicht getrennt ist. 
Rev. Museo La Plata — T. XXI. 
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