Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Entwicklung der Mulita. La Embriologia de la Mulita (Tatusia hybrida Desm.)
Person:
Fernandez, Miguel
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38206/232/
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durchaus harmonisch ausgebildet, da, wie man der Tabelle 2 
entnehmen kann, die relativen Werte aller seiner Maße durchaus 
innerhalb der Variationsbreite des Stadiums liegen. Er wurde 
nach Entfernen der Embryonalhüllen in 22,5 g dicke Quer¬ 
schnitte zerlegt. 
Die erste Verbindung zwischen Embryo und Amnion tritt 
3,45 mm vom Vorderende, beim 12. Ursegment ein, also nicht 
nur absolut, sondern auch relativ noch etwas eher als bei 180,5. 
Die offene Verbindung zwischen Cölom und Exocöl beginnt 180 g 
später; sie findet sich nur auf einer 100 g langen Strecke und 
ist niemals weiter als 15 g. Der Embryo hat sich also viel 
stärker als die früheren von den extraembryonalen Teilen eman- 
cipiert. Die Verengung der Cölom Verbindung ist nicht auf ein 
eigentliches Zusammenziehen des Hautnabels, sondern auf eine 
Wucherung seines Mesenchyms oder, was dasselbe ist, desjenigen 
der ventralen Bauchwand zurückzuführen, das sich ja caudal ohne 
Grenze in den Haftstiel fortsetzt. Man erkennt das sofort aus 
einigen Messungen. Der größte Querdurchmesser des Embryo 
auf den betreffenden Schnitten liegt sowohl bei 180 wie bei 124 
in der Höhe der Extremitätenleiste und beträgt übereinstimmend 
1 mm. Dagegen ist der Hautnabel bei dem jüngeren Embryo 
1,1 mm, bei dem älteren 1,3 mm breit. Nimmt man dazu, daß 
sein Lumen um fast 300 g weniger Durchmesser hat, so erkennt 
man daraus, wie stark das Mesenchym gewuchert ist. Infolge der 
Verkürzung des Hautnabels kommt natürlich auch der Abgang 
des Bauchstiels mehr und mehr cranial zu liegen. Gleichzeitig 
ändert sich dadurch die Configuration der ganzen Region. So¬ 
lange die Verbindung zwischen Cölom und Exocöl ein lang¬ 
gezogener Spalt war, erschien der Haftstiel nur als eine Fort¬ 
setzung der caudalen Lippe dieses Spalts. Wenn sie sich ver¬ 
kürzt, so kommt, was bereits bei den letzten Embryonen sehr 
deutlich war, ein Bild zustande, als ob der abgehende Bauchstiel 
die Verbindung seitlich umfaßte, wobei man aber immer noch 
den Eindruck hat, als ob der Bauchstiel erst mit der Caudallippe 
des Hautnabels beginnt. Wuchert nun aber das Mesenchym des 
Bauchstiels anfangs, wie oben dargelegt wurde, stark, und wird 
gleichzeitig die Cölom - Exocölverbindung zu einem dünnen 
Hour reduziert, so hat es den Anschein, als ob auch die vordere 
Lippe des Hautnabels nur noch als vordere Wand des Bauch¬ 
stiels anzusehen wäre. In Wirklichkeit ist aber dieses Gebilde 
nicht mehr der bloße Bauchstiel, sondern dieser plus Hautnabel. 
Es ist dadurch ein eigentlicher Nabelstrang entstanden, der sich 
als eine mächtige Mesenchymmasse darstellt, die von einem engen
        

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