Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Entwicklung der Mulita. La Embriologia de la Mulita (Tatusia hybrida Desm.)
Person:
Fernandez, Miguel
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38206/154/
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trennt sich der Bauchstiel vom Embryo und dieser liegt nun 
frei im Amnion. Der Bauchstiel durchzieht von hier an ge¬ 
rechnet auf einer Strecke von 850 p das Exocöl, ehe er sich 
mit dem Trägermesoderm vereinigt. Er ist durch eine ventrale 
Kerbe in zwei Hälften geteilt, deren jede eine medial und ventral 
gelagerte Arteria und eine lateral gelagerte Vena umbilicalis 
führt. Die Kerbe ist nur in den mittleren Bartien des Bauch¬ 
stiels deutlich, sie fehlt an seinem Vorder- und an seinem Caudal- 
ende. Menials schneidet sie so tief ein, wie bei Embryo 11. Die 
Arteria umbilicalis ist dickwandiger und enger als die Vene. 
Beide Gefäße sind bis zur Vereinigung des Bauchstiels mit dem 
Träger immer gut abgegrenzt, und wenn von ihnen auch im 
Bauchstiel selbst Äste abgehen, so ist dies doch der erste Embryo, 
dessen Bauchstiel in ganzer Länge von scharf abgegrenzten Um- 
bilicalgefäßen durchzogen wird. Erst beim Übergang des Bauch¬ 
stiels in den Träger lösen sich die Gefäße in zahlreiche kleinere 
auf. Die letzten Enden der Blacentargefäße dringen in die Zotten 
der Ectoplacentarplatte ein und durchziehen dieselben, ein Ver¬ 
halten, das ebenfalls bei 188,5 noch fehlte. Dabei enthalten sie 
Blutzellen, oft in größerer Menge. Im übrigen ist an der Zotten¬ 
spitze noch wie bei den früheren Embryonen unter der dunklen 
Kappe trophodermaler Elemente eine fast ebenso dunkle Masse 
eng aneinander liegender Mesenchymzellen vorhanden (vergl. 
190 und 8), während der Hauptteil der Zotte aus hellem, lockeren 
Mesemchym mit den darin liegenden Gefäßen und einer dünnen 
trophodermalen Außenschicht besteht. Die Zotten sind größer 
und relativ zahlreicher als bei den früheren Embryonen. 
Die entodermale Allantois verläuft im Bauchstiel, die meso¬ 
dermale ist also ganz vom Bauchstielmesoderm aufgenommen. 
Die entodermale Allantois ist ein von Anfang an lumenloser, 
sehr dünner Strang (10 p Durchmesser), der 3,7 mm vom Vorder¬ 
ende des Embryo endet, 
Der caudale Amnionblindsack ist, solange er noch auf dem 
Bauchstiel verläuft, außerordentlich lang; erst über der Ecto¬ 
placentarplatte wird er allmählich dünner. 
Gentrainervensystem: Der frontale Pol (das caudale Ende 
des ventral umgeschlagenen Hirnteils) des Vorderhirns liegt 
315 p weit vom Vorderende der Embryonalanlage entfernt, Der 
vordere Neuroporus, etwa 40 p lang (auf dem 2. und 3. Schnitt 
durch das Neuralrohr), liegt einen Schnitt weiter hinten als der 
Hinterrand der Augenblasenstiele. Der Erontalpol des Vorder¬ 
hirns fällt auf dem Schnitt in die gleiche Ebene mit dem Beginn 
des Rautenhirns. Die hintere Öffnung des Neuralrohrs liegt bei
        

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