Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über die Lamina spiralis membranacea. Ein Beitrag zur Kenntniss des inneren Gehörorgans
Person:
Deiters, Otto
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38061/88/
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zackte Aussehen der untern Fläche der Lam. basilaris nach 
Entfernung der Zellen auf Durchschnitten erzeugt. 
Das engmaschige Faser- und Zellennetz erstreckt sich 
unter der ganzen Membrana basilaris her und geht einer¬ 
seits in das u nt er den Nerven herkommende also der Scala 
tympani angehörenden Periost, andrerseits in das zur untern 
Fläche des Ligamentum spirale tretende jenseitige Periost 
über. An dem Uebergang dieses Gewebes in das Periost 
der Lam. spir. ossea werden die Zellen schmäler, mehr 
spindelförmig, die faserige Natur wird vorherrschend; die 
Fasern legen sich mehr aneinander und statt des maschi- 
gen Gewebes entsteht ein dichtes Faserzellengewebe, ge¬ 
wöhnlichem Bindegewebe näher stehend, die zelligenEle- 
mente aber ohne Anwendung von Reagentien deutlich 
zeigend. Ich finde hier hinsichtlich des Periostes noch 
einzelne Umstände die nicht hinlänglich bekannt sind, aber 
doch die Erklärung einiger schon länger bekannter Be¬ 
funde möglich machen. Von diesem Bindegewebe erstrecken 
sich nämlich ähnliche bindegewebige Züge durch die Masse 
der Nerven hindurch, diese senkrecht durchbohrend und 
eben in solche Bündel sondernd wie sie längst bekannt 
sind. vgl. fig. 1. e. 
Längst haben Corti und Kölliker diese bündelförmigc 
Anordnung der Masse derNerven jenseits der Habenula 
gangliona ris beschrieben, aber die so nahe zu vcrmu- 
thenden Verhältnisse welche diese Trennung bewirken, 
nicht angegeben. Diese sind also dahin auszusprechen, dass 
die zwischen den beiden Lamellen der Lamina spir. ossea 
eingeschlossenen Fasern des Acusticus durch ein inter¬ 
mediäres Bindegewebe zusammengehaltcn und getrennt 
werden, das einerseits mit dem Periost der untern Lamelle 
Zusammenhänge andrerseits aber mit dem Gewebe der 
Basis der Zähne. Dieses Gewebe, zu dem wohl auch die 
Fasern Böttcher’s in der Habenula ganglionaris gehören, 
bildet mehrere senkrechte gröbere Bündel, durch welche 
die Masse der Nerven in grössere und kleinere Fascikel 
getrennt wird. Ist die Verknöcherung vorgeschritten (denn 
das vorhergesagte galt besonders von ganz jungen Indivi-
        

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