Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über die Lamina spiralis membranacea. Ein Beitrag zur Kenntniss des inneren Gehörorgans
Person:
Deiters, Otto
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38061/38/
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des zweiten Verbindungsgliedes, aber bedeutender als die 
der eigentlichen Fasern II. Reihe. Claudius waren die 
Verhältnisse der Verbindungsglieder unbekannt geblieben, 
daher die Verwechselung leicht möglich war, um so mehr 
da er das Zahlenverhältniss richtig erkannt hatte. Die 
Zahl der innern Fasern ist allerdings in ziemlich constan- 
tem Verhältniss überwiegend. 
Die Form des Querschnitts ist natürlich sehr schwer bei 
einem Gebilde zu bestimmen welches den mechanischen 
Insultationen der Präparation so sehr leicht nachgiebt. Die 
Bestimmung gehört aber gewiss zu den wichtigsten Fragen, 
deren Lösung hier die Physiologie verlangt. Man vermisst 
daher ungern die Beweise, die den hierhergehörigen An¬ 
gaben der Autoren fast ganz und gar mangeln. Mehr noch 
wie bei den andern Gebilden ist es hier nothwendig, einen 
endgültigen Schluss nur ganz frischen Präparaten zu ent¬ 
nehmen und nur nebenbei durch Reagentien, also z. B. 
durch Chromsäure veränderte Exemplare zu Hülfe zu 
nehmen. Bei ganz frischen Flächenpräparaten kann man 
trotz des Deckgläschens wohl annehmen, die normale Form 
und nicht etwa eine durch Druck veränderte zu erhalten. 
Man überzeugt sich, wenn der Druck nur vorsichtig an¬ 
gewandt wurde, dass die Fasern immer noch in tieferem 
Niveau stehen als die entsprechenden Verbindungsglieder ; 
nun wird aber an solchen Präparaten, wie man sich bei 
Vergleichen leicht überzeugt, selbst die Form der Verbin¬ 
dungsglieder nur wenig alterirt ; um so mehr darf man 
wohl die tiefer liegenden Gebilde als möglichst intakt an- 
sehen. Alle Charaktere der Faser welche unter solchen 
Verhältnissen zur Anschauung kommen, bezeichnen die¬ 
selbe als verschieden von der Faser zweiter Reihe und 
als ein homogenes, solides, plattes, viel weniger dickes 
als breites Gebilde. 
Dafür spricht einmal die im Verhältniss zu den andern 
hier zu erörternden Gebilden geringe Lichtbrechung; der 
Glanz der Faser (vorausgesetzt dass das Präparat frisch ist) 
ist selbst an solchen Stellen unbedeutend, wo durch Um¬ 
biegungen zwei Theile der Faser sich decken.
        

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