Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über die Lamina spiralis membranacea. Ein Beitrag zur Kenntniss des inneren Gehörorgans
Person:
Deiters, Otto
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38061/36/
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hoben wird und keine Spur auf der Membran zurückbleibt, 
oder dass der Anfang auf der Membran haften bleibt, dass 
also der Ansatz entschieden mehr Festigkeit hat als die Sub¬ 
stanz der Faser selbst. Das letzte Verhältniss finde ich 
beim Kalb fast regelmässig, während bei Katze, Hund, 
Kaninchen, Maus mehr das erstere sich findet und diese 
daher zum Studium der Fasern geeigneter macht. Auch 
beim Menschen finde ich das Verhältniss ähnlich wie beim 
Kalbe, doch sind natürlicherweise hier meine Beobachtungen 
nicht zahlreich genug um den andern Thieren gegenüber- 
gestellt zu werden. Die Sache selbst ist zur annähernden 
Bestimmung der Festigkeit und Elasticität der Fasern nicht 
ohne Bedeutung. 
Die Anfangsanschwellung, mit der sich die aufsteigende 
Faser von der Membran erhebt (fig. 12. b. fig. 14. b. und a.) 
wurde von den Autoren verschieden angegeben. Die erste 
Beschreibung Corti’s und Kölliker’s nach der sie sich 
etwas über dem Ansatz fände und hier einen Kern tragen 
sollte, hatte Kölliker zum Vergleich mit einer bipolaren 
Ganglienkugcl verleitet ; sie ist jetzt verlassen. Wie ich 
jetzt finde, was mir bei meiner ersten Mittheilung noch 
entgangen war, bezieht sich die Anschwellung weniger auf 
die Breitedimension, obschon auch diese im Anfang etwas 
bedeutender ist, als auf einen kleinen Vorsprung nach innen 
(der Membran zugekehrt), der den Winkel, welchen die 
aufsteigende Faser mit der Membran macht, zum Theil 
ausfüllt. Bei einzelnen Thieren, namentlich der Maus, 
ragt der Vorsprung als ein starker, pyramidaler Fortsatz 
nach innen, (fig. 14. b.) 
In jedem Falle aber läuft der Vorsprung nach innen 
allmälich spitz zu und verliert sich theils in der Membran 
theils in einem eigenthümlichen später zu beschreibenden 
Faserwerk. Die Höhe der Anschwellung ist nur unbedeu¬ 
tend, nicht hoch über dem Ansatz geht sie schon in die 
Dimensionen der eigentlichen Faser über. 
Es ist bis in die neuesten Arbeiten viel darüber gestritten 
worden, ob diese Anfangsanschwellung einen Kern trage. 
Die Sache ist eigentlich leicht zu entscheiden; jede An-
        

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