Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Verbindung von Aminosäuren und Ammoniak. V. Mitteilung
Person:
Bergell, Peter Hanns v. Wülfing
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit37825/6/
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Peter Bergell und Hanns v. Wülfing, 
rigem Ammoniak wird in ähnlicher Weise durchgeführt, wie 
beim Chloracetylleucinamid beschrieben wurde. 2,7 g Substanz 
wurden mit 30 ccm wässerigem Ammoniak 16 Stunden im Brut¬ 
schrank aufbewahrt, wobei alles in Lösung geht. Es wird im 
Vakuum unter 40° éingedampft, der Rückstand in wenig heißem 
Alkohol gelöst. Der sich ausscheidende Niederschlag wird 
sofort nochmals aus 8 ccm absolutem Alkohol umkrystallisiert. 
Die nette Verbindung krystallisiert in feinen Nadeln, die ein 
Molekül Krystallwasser enthalten. Im Kapillarröhrchen erhitzt, 
schmilzt sie zunächst gegen 80° in ihrem Krystallwasser, um 
bei weiterem Erhitzen über 110° teilweise wieder fest zu werden, 
worauf bei 140° völliges Schmelzen erfolgt. 
In ihren Eigenschaften und Reaktionen unterscheidet sich 
diese Verbindung von dem oben beschriebenen Hydrochlorat 
des Glylylleucinamids nur durch eine etwas größere Löslichkeit 
in Alkohol. 
Zur Analyse diente die krystallwasserhaltige Substanz, 
die im nicht evakuierten Exsikkator getrocknet war. 
■C9HwQ3NsBr. (Molekulargewicht 300.) 
0.2075 g Substanz gaben 0,2754 g C02 und 0,1429 g HtO. 
0.1232 » » 14,7 ccm N (15°, 701 mm). 
Berechnet: C = 36,00°/o, II 7,33°/o, N = 14,00° o. 
Gefunden: C = 3«,19°/o. H ■== 7,«5°/o, N = 14,05°/.*, 
Chloracetylglycylleucinamid. 
0.1 • ( :h, • CO — NH • GH, • CO — NH . CH • GO — NH, 
I 
CH, 
M ' 
CH 
/ \ 
ch.3 gh3 
2,1 g salzsaures Glycylleucinamid werden in wenig Wasser 
gelöst, auf 0° abgekühlt und mit 11 ccm kalter Normalnatron¬ 
lauge versetzt. Es wird zunächst 1 g Chloracetylchlorid hinzu¬ 
gefügt und unter gutem Kühlen geschüttelt. Die Flüssigkeit 
bleibt zunächst klar. Beim Reiben mit dem Glasstab und 
weiterem Kühlen tritt Krystallisation ein. Die Krvstalle werden 
abgesaugt und das Filtrat nochmals mit Natronlauge und 1,5 g 
Ghloracetylchlorid behandelt, wobei eine zweite Krystallfraktion
        

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