Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Weiterer Beitrag zur Frage nach der Verwertung von tief abgebautem Eiweiß im tierischen Organismus. XIV. Mitteilung
Person:
Abderhalden, Emil Dimitrie Manoliu
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit37813/3/
3.Î8 Emil Abderhalden und Dimitrie Manoliu, 
erheben zu dürfen, die Resultate derartiger Stoffwechselversuche 
nur dann als eindeutige zu betrachten, wenn durch eine ge¬ 
nügend lange Nachperiode mit einer geringeren Stickstoffzufuhr 
festgestellt ist, daß das dem Versuche zugrunde gelegte Eiwei߬ 
minimum reichlich am Ende des Versuches noch vorhanden ist. 
Nur so können grobe Täuschungen vermieden werden. Die 
beiden ersten Versuchstiere scheiden am Anfang des Versuches 
bei einer Einnahme von 5 g Stickstoff fast ebensoviel aus. 
Wurde 4,5 g Stickstoff gegeben, dann wurde die Stickstoffbilanz 
negativ. Am Schlüsse des Versuches genügten ca. 2 g Stick¬ 
stoff zur Erhaltung des Stickstoffgleichgewichtes. Beide Ver¬ 
suche erlitten noch dadurch eine unliebsame Störung, daß ver¬ 
sehentlich zu wenig Stickstoff mit der Nahrung zugeführt wurde. 
An Stelle von 2 g Stickstoff wurden in der Periode vom 14.—18. II. 
nur 1,7 g und vom 18.—26. II. nur 1,3 g N verabreicht. Die 
weitere Periode vom 27. II.—7. III. gibt den Ausschlag. Bei 
Versuch I gaben wir zunächst vom 10. I.—18. I. 2 g Stickstoff 
in Form von Fleisch und 3 g Stickstoff in Form von abgebauter 
Gelatine -f Aminosäurenzusatz. Vom 18. I.—26. I. gaben wir 
1,5 g Stickstoff in Form von Fleisch und 3,5 g Stickstoff in 
Form des Gelatine-Aminosäuregemisches. Vom 26. I.—1. II. er¬ 
hielt das Versuchstier 1,2 g Stickstoff in Form von Fleisch und 
3,8 g Stickstoff in Form des Gelatine-Aminosäuregemisches. 
Am 1. Februar ließen wir die Gelatine weg und gaben den 
genannten Stickstoff in F orm von Fleisch. Wir begannen mit 
5 g Stickstoff und gingen dann zu 2,5 g Stickstoff und schlie߬ 
lich zu 2 g über. Die Stickstoffbilanz war negativ und das 
Versuchstier verlor an Körpergewicht. Jetzt gaben wir 1,70 g 
Stickstoff und zwar hiervon 1,0 g Stickstoff in Form von ab¬ 
gebauter Gelatine -f Aminosäuren und 0,7 g in Form von 
Fleisch. Das Versuchstier zeigte, mit Ausnahme eines Tages, 
Stickstoffgleichgewicht. Bei Herabsetzung der gesamten Stick¬ 
stoffzufuhr auf 1,3 g trat starke negative Stickstoffbilanz auf. 
Es gelang schließlich, das Versuchstier mehrere Tage vor Stick¬ 
stoff- und Gewichtsverlust zu schützen, als wir ihm 1,8 g Stick¬ 
stoff in Form von Gelatine -f- Aminosäuren gaben und nur 
0,7 g Stickstoff in Form von Fleisch. Wie die Versuche mit
        

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