Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Derivate von Aminosäuren
Person:
Abderhalden, Emil Paul Blumberg
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit37810/5/
322 Abderhalden und Blumberg, Derivate von Aminosäuren. 
I Der Niederschlag gibt, aus Eisessig mit Wasserzusatz 
umkrystallisiert, grünlich-gelbe Krystalle, welche sich im Ka¬ 
pillarrohr bei 250° zersetzen. 
Wie die Analyse beweist, haben sich hier 2 Moleküle 
Dinitrochlorbenzol mit einem Molekül Histidin vereinigt. 
0,1660 g Substanz: 0,2700 g COg, 0,0456 g H,0. 
0,1601 » » 27,6 ccm N (18°, 749 mm). 
C,8H13Ol0N7. Berechnet: C 44,35°/*»,- H 2,66°/o, N 20,12»/«. 
Gefunden: C 44,35»/«, H 3,05°;«, N 19,73»/®. 
II. Das Filtrat gibt nach längerem Stehen lange, pracht¬ 
voll rote Nadeln, welche schon an der Luft und noch schneller 
beim Trocknen im Vakuum gelb werden. In heißem Wasser 
sind sie ziemlich löslich und lassen sich daraus umkrystallisieren. 
0,1545 g Substanz: 0,2541 g CO,, 0,0506 g HjO. 
0,1636 » » 30,5 ccm N (16°, 758 mm). 
C„H,,06N5 (321). Berechnet: C 44,86»/«. H 3,42°/o, N 21,80»/«. 
Gefunden: C. 44,85»/«, H 3,63°/o, N 21,96°/«. 
Das Mengenverhältnis der Produkte hängt von der Re¬ 
aktionsdauer ab ; nach 8 ständigem Erhitzen ist fast ausschlie߬ 
lich das Biderivat vorhanden. 
Einwirkung von Dinitro-dichlorbenzol auf dl-Leucin. 
1 Molekül Leucin wird mit 2 Molekül Natriumbicarbonat 
und 1 Molekül Dinitro-dichlorbenzol, wie früher angegeben, zur 
Reaktion gebracht. Beim Fällen mit Salzsäure in der Hitze schied 
sich ein Öl ab, das beim Abkühlen halbfest wurde. Bringt 
man es mit warmem Eisessig durch Schütteln in Lösung, setzt 
Wasser bis zur Trübung zu und erwärmt, bis alles klar gelöst 
istv so erhält man beim Abkühlen schöne kleine, grünlich-gelbe 
Blättchen. Diese schmelzen nach vorherigem Sintern bei 169° 
zu einer klaren, wenig gefärbten Flüssigkeit. Der Schmelzpunkt 
ändert sich nicht, wenn dieselbe Behandlung wiederholt wird. 
Ausbeute ca. 60°/o. 
0,1587 g Substanz: 0,2517 g C0„ 0,0615 g Hä0. 
0.1528 » » 16,8 ccm N (17°, 767 mm). 
CltH,4OöN3Cl (331). Berechnet: C 43,50®/«, H 4,23°/o, N 12,69°/«. 
Gefunden: C 43.49»/«, H 4,26»/«; N 12,81®/®.
        

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