Bauhaus-Universität Weimar

tber den Abbau des Dijodtyrosins im tierischen Organismus. 151 
im Vakuumexsikkator schieden sich im Verlauf einiger Tage 
Krystalle aus. Sie wurden mechanisch entfernt, auf der Ton¬ 
platte von anhaftendem Sirup getrennt, und aus warmem Wasser 
und Alkohol umkrystallisiert. Sie stellten 3 mm lange Nadeln 
dar, schmolzen bei 202° (unkorr.) und enthielten 58,48°/* Jod. *) 
Es handelte sich somit um unverändertes Dijodtyrosin.. Seine 
Menge betrug 0,27 g. 
Der dicke Sirup, welcher stark sauer reagierte, wurde, 
nachdem sich keine Ausscheidung mehr zeigte, mit Alkohol, von 
95° o versetzt, wobei sich neben amorphen Massen auch spär¬ 
liche Krystalle ausschieden. Beides wurde abfiltriert und ge¬ 
trocknet. Alkohol nahm nichts auf. Sie wurden daher nochmals 
in Wasser aufgenommen und von einem unlöslichen Rückstand 
abfiltriert. Auf Zusatz von Alkohol bildete sich eine Trübung, 
die jedoch nicht zum Krystallisieren zu bringen war. Beim 
Eintrocknen bildete sich ein Firnis, der jodhaltig war. Zu 
weiterer Aufarbeitung war die Menge zu klein. 
Die alkoholische Lösung wurde zur Vertreibung des Alko¬ 
hols auf dem Wasserbade eingeengt, dann mit etwas Wasser 
versetzt, wobei sich ein tlockiger Niederschlag ansschied. Dieser 
wurde abfiltriert und mit Wasser gewaschen. In Alkohol löste 
er sich bis auf einen kleinen Rest. Krystalle konnten daraus nicht 
gewonnen werden. Auch diese Fraktion war nur sehr gering. 
Das wässerige Filtrat wurde nun mit Äther ausgeschüttelt, 
welcher sich stark braun färbte. Die Extrahierung wurde so 
lange fortgesetzt, bis der Äther nichts mehr aufnahm. Alsdann . 
wurde der Äther auf dem Wasserbad bei gelinder Wärme ver¬ 
trieben. Es blieb ein brauner Sirup zurück, der sich beim 
Stehen im Exsikkator zersetzte. Mit Wasser versetzt wandelte 
er sich in eine schwarzbraune, harzige Masse um. Sie enthielt 
beträchtliche Mengen Jod. 
Die mit Äther erschöpfte wässerige hellbraune Lösung \ 
wurde mit Barytwasser bis zur neutralen Reaktion versetzt 
und Kohlensäure eingeleitet. Das von dem Ungelösten ge¬ 
trennte hellgelbe Filtrat wurde auf dem Wasserbad eingeengt, 
,‘) 0.1120 g Substanz ergaben 0,065508 g .! -- 58.48u/u J.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.