Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die quantitative Bestimmung des Cholesterins und der Cholesterinester in einigen normalen und pathologischen Nieren
Person:
Windaus, A.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit37786/6/
Über die quantitative Bestimmung des Cholesterins usw. 115 
Versuch 111. 
Amyloidnieren mit wenig doppeltbrechender Substanz, 
Gewicht 312 g. Der Ätherextrakt wog 4,90 g. Die Bestimmung 
ergab 0,84 g freies und 0,28 g gebundenes Cholesterin. 
Die Nieren enthielten also 0,27 freies und 0,090 ' , 
gebundenes Cholesterin. 
Versuch IV. 
Amyloidnieren mit viel doppeltbrechender Substanz. Ge¬ 
wicht 237 g. Der Ätherextrakt wog 6,2 g. Die Bestimmung 
ergab 0,76 g freies und 1,31 g gebundenes Cholesterin. 
Die Nieren enthielten also 0,32°/u frétas und 0,55'».-o 
gebundenes Cholesterin. 
Die Menge des Cholesterinesters ist in diesem Falle also 
sehr beträchtlich. 1,31 g gebundenes Cholesterin entsprechen 
2.21 g Cholesterinölsäureester. Der gesamte Ätherextrakt be¬ 
steht also zu etwa 35,6°/o aus Cholesterinestern. 
Versuch V. 
Amyloidnieren mit viel doppeltberechneter Substanz, Ge¬ 
wicht 336 g, Wassergehalt 79,41 o/o. Der Ätherextrakt wog 
12.73 g. Die Bestimmung ergab 1,12 g freies und 2,199 g 
gebundenes Cholesterin. 
Die Nieren enthielten also 0,33 °/o freies und 0,650 o 
gebundenes Cholesterin. 
Auch hier laufen die mikroskopische Beobachtung über 
den reichlichen Gehalt an doppeltbrechenden Tropfen und die 
quantitative chemische Bestimmung über den Gehalt an Chol¬ 
esterinestern parallel. 
Die mitgeteilten Versuche zeigen also,, daß die normalen 
und die pathologischen Nieren sich in ihrem Gehalt an freiem 
Cholesterin nur wenig unterscheiden; dagegen ist der Gehalt 
an gebundenem Cholesterin außerordentlich verschieden, er be¬ 
trägt bei den Nieren III mit wenig doppeltbrechender Substanz 
s i e be n m a 1, bei den Nieren IV und V mit viel doppeltbrçchender 
Substanz 46 mal, bezw* 54 mal so viel wie bei den normalen 
Nieren 1. Dieser außerordentlich große Unterschied in dem 
Gehalt an Cholesterinestern beweist, daß eine Neubildung öder
        

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