Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über die Gallen einiger Polartiere. III. Mitteilung. Über die Galle des Wallrosses
Person:
Hammarsten, Olof
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit37773/23/
Olof Hammarsten, 
m 
sehr langsam zu Boden sieh setzte und wie schwebend in 
einer dicklichen Flüssigkeit sich hielt. Am folgenden Tage 
bestand der Niederschlag aus weißen Klümpchen, die mit einer 
gallertartigen Masse gemengt waren. Er wurde auf ein Fil- 
trum gebracht, mit Wasser gewaschen, ausgepreßt und dann 
in Wasser mit Hilfe von Na.2C03 gelöst. Diese filtrierte Lösung 
wurde eingetrocknet, der Rückstand wurde mit Alkohol er¬ 
schöpft und die filtrierte alkoholische Lösung eingetrocknet. 
Von dem so gewonnenen trockenen Natriumsalze wurde eine 
1 °/oige Lösung in Wasser bereitet und mit BaCl2-Lösung von 
10 °/o versetzt. 
Unmittelbar nach Zusatz des Baryumsalzes entstand eine 
flockige weiße Fällung. Nach einiger Zeit änderte aber die 
Masse ihr Aussehen, indem der Inhalt des Gefäßes in eine 
tonerdehydratähnliche Masse sich umwandelte. Am folgenden 
läge war diese Masse zum Teil in Ballen oder Drusen von 
feinen Nadeln umgewandelt und diese Krystallisation nahm in 
den nächsten Tagen zu. Nach acht Tagen änderte sich das 
Aussehen nicht weiter und die Masse bestand zum Teil aus 
kleinen Büscheln von Krystallen und zum übrigen Teil aus 
durchsichtigen Kügelchen. Es hatte den Anschein, als wäre 
die Masse ein Gemenge von zwei verschiedenen Salzen, die 
von einander nicht getrennt werden konnten; und danach 
längerem Stehen hierin sich nichts änderte, wurde es not¬ 
wendig, durch Zersetzung mit Sodalösung in der Wärme die 
Masse in das Natriumsalz zurückzuverwandeln, um aus diesem 
Salze die freie Säure noch einmal darzustellen. 
Bei Ausfällung der Cholalsäure mit Salzsäure aus der 
neuen, neutralen, wässerigen Lösung des Natriumsalzes erhielt 
ich nun wiederum ein Gemenge von einer weißen flockigen 
Fällung und einer durchsichtigen gelatinösen Masse, welche 
die Ausfällung sehr erschwerte, indem die Lösung fast wie 
eine dünne Gallerte erstarrte. Diese gelatinöse Masse trat 
nicht gleichzeitig mit, sondern etwas später als die flockige 
Fällung auf. Ich betrachtete diese gelatinöse Masse anfangs 
als eine Verunreinigung, und zwar als eine Choloidinsäure 
oder eine dyslvsinartige Substanz, die als Nebenprodukt bei
        

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