Bauhaus-Universität Weimar

Über die Wirkung des Labs auf Paracaseinkalk. loi 
war, in beiden filtrierten Lösungen die H-Ionenkonzentration 
bestimmt und in Lösung a auch der Stickstoff. Wäre obige 
Voraussetzung richtig, so hätte man erwarten können, daß 
Punkt p in der Zeichnung, welcher das Resultat dieses Ver¬ 
suchs angibt, außerhalb Kurve Hl fiele; das ist aber innerhalb 
der Versuchsfehlergrenzen nicht der Fall. Bei einem zweiten ' 
Versuch wurde zweimal die Hälfte der Flüssigkeit durch Wasser 
ersetzt. Punkt q gibt das Resultat. 
Hier folgen die gefundenen Werte. 
Tabelle III. 
In den Figuren 
bezeichnet mit 
CH X IO5 
N (in 4/to-n-Säure) 
Verdaut * 
»1 
0,49 
34,8 
26,5/ 
a- 
0,44 
32,8 
24,5 
b 
0,68 
— 
— 7 - 
Weiter könnte noch bemerkt werden, daß es möglich 
sei. daß die Konzentration der H-Ionen sich während des Ver¬ 
suchs erheblich ändert, die Bestimmung dieser Konzentration 
am Ende des Versuchs also kein richtiges Maß für den Gehalt 
dieser Ionen während des Versuchs wäre. Wie aus folgenden 
Zahlen hervorgeht, vermehrt sich zwar der Gehalt an H-Ionen 
ein wenig, aber in so geringem Maße, daß dadurch der Charakter 
obenstehender Kurven keineswegs geändert wird. 
CHnach 2 Stunden Labeinwirkung — 0,335 X 10~5. 
(:H 24 » — 0,351 X IO-5. 
Stellt man sich mit Sawjalow, Pekelharing, Gewin 
u. a. auf den Standpunkt der Identität vom Lab und Pepsin, 
und betrachtet man also die Milchgerinnung als eine Folge der 
Caseinverdauung, so hätte man kaum ein anderes Resultat 
erwarten können. Bei den Versuchen über die Milchgerinnung 
wurde die Zeit bestimmt, welche zur Fortschreitung der Casein¬ 
verdauung bis zu einem bestimmten Betrage, und zwar bei nahezu 
konstanter Caseinkonzentration, nötig war. Bei obigen Ver¬ 
suchen wurde die verdaute Menge des Caseins in einer be-
        

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