Bauhaus-Universität Weimar

Die nächsten Homologen des Sarkosins und des Kreatins. 6;> 
wurden scharf abgesaugt, mit absolutem Alkohol gewaschen 
und an der Luft getrocknet. Im Schmelzröhrchen wurden die 
Kiystalle feucht ab 103°, schmolzen aber erst gegen 117° zu 
einem klaren Tropfen. Eine Salzsäurebestimmung ergab, daß das 
Chlorhydrat der Y-Methylguanidobuttersäure unverändert vorlag. 
Versuch einer Wasserabspaltung durch Erhitzen mit 
25°/oiger H2S04. 
1 g Guanidosäure wurde mit 8,0 g Schwefelsäure von 25i)/o 
}■< Stunden in der Bombe auf 100° erhitzt; aus der Lösung 
w urde hierauf die Schwefelsäure mit BaC03 quantitativ gefällt, 
und das klare Filtrat zur Krystallisation eingedampft. Es resul¬ 
tierten 0,7 g farbloser Krystalle, welche nach Schmelzpunkt 
(807°), Krystallform und, Löslichkeitsverhältnissen das unver¬ 
änderte Ausgangsmaterial darstellten. ^ . 
Versuch einer Wasserabspaltung durch Erhitzen mit 
konzentrierter HCl im Rohr. 
Die schwach blaßgelbe Löung von 1 g Guanidosäure in 
5g HCl (32°/o) wurde in der Bombe 8 Stunden auf 100° erhitzt. 
Die in der Farbe unveränderte Lösung wurde hierauf auf dem 
Wasserbad von der Hauptmenge freier HCl befreit und mit 
lOo/oiger Platinchloridlösung versetzt, um das Lactam eventuell 
als Platindoppelsalz zu isolieren. 
Das erhaltene Chloroplatinat zeigte jedoch in Platingehalt, 
Löslichkeit, Fehlen von Krystallwasser volle Analogie mit dein 
oben (S. 63) beschriebenen Pt-Salz der Y-Methyïguanidobutter- 
säure. Nur der Schmelzpunkt lag höher (194—195°: oben 
190—191°) und ebenso war die Farbe, wie dies bei Chloro- 
platinaten häufig beobachtet wird, viel heller, feurig orangegelb, 
welche Farbe die feingepulverte Substanz auch beim Erhitzen 
auf 110° beibehielt. (Das Platinsalz S. 64 war dunkelrotbraun 
und feingepulvert bei 110° hellmattgelb.) 
0,‘211B g Substanz hinterließen geglüht 0,0569 g Pt. 
Für (C6H,jN302 • HCl), • PtCl4 berechnet: Gefunden: 
Pt 26,76% 26.93%. 
Hoppe-Seyler’s Zeitschrift f. physiol. Chemie. LXI. ' 5
        

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