Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Florence's Krystalle, deren chemische Natur und gerichtliche Bedeutung. Inauguraldissertation zur Erlangung der Würde eines Dr. med. Charkow. 1902
Person:
Bocarius, N.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit37722/1/
BIBLIOGRAPHIE. 
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In die zweite Gruppe gehören die Fälle, wo die erste Analyse anor¬ 
male Constitution des Blutes im Sinne von Unzulänglichkeit der Hauptbe¬ 
standteile desselben anzeigte: die Zahl der roten Blutkörperchen war unter 
4 Millionen, die Hämoglobinmenge—unter 85%. 
Die dritte Gruppe bilden die Fälle, wo die erste Analyse einen Ueber- 
sclmss an den genannten Bestandteilen ergab. 
Daraus zieht Verfasser folgende Schlüsse: 
Infolge von Compensationsstörungen der Herzthätigkeit, die durch Oedem 
oder Stauungen an den Tag treten, findet in der Concentration des Blutes 
entweder gar keine Veränderung statt, oder es verdichtet sich ein wenig. 
Jedenfalls wird niemals Verdünnung beobachtet. Bei Störungen in der Blut- 
circulation ist die Zahl der roten Blutkörperchen sowie die Hämoglobinmenge, 
wenigstens in dem peripherischen Blute, welches ja zu den Untersuchungen 
genommen wird, stets erhöht. 
Bei acuter Diurese kann zeitweilige Verdünnung des Blutes, hervorge¬ 
rufen durch Eintreten absorbirter ödematöser Flüssigkeit in dasselbe, erfolgen. 
Sobald die Diurese ein Ende nimmt, hört auch die Verdünnung des Blutes auf 
Längere oder kürzere Dauer der Stauungen oder des Oedems übt auf 
den Hämoglobingehalt und auf die Zahl der roten Blutkörperchen keinen 
Einfluss aus. Die Intensität der Stauungserscheinungen hat für die Vergrösse- 
i'ung oder Verminderung der Hämoglobinmenge oder der Anzahl der roten 
Blutkörperchen keine entscheidende Bedeutung. 
Die am häufigsten vorkommenden anatomischen Veränderungen des Her¬ 
zens beeinflussen weder den Hämoglobingehalt des Blutes noch die Anzahl der 
roten Blutkörperchen in demselben. 
Sawialoff, W. üeber die Zerstörung der Verdauungstoxine in den Gedär¬ 
men. Protocolle der Sitzungen der Gesellschaft von Naturforschern 
an der Universität Jurieff (Dorpat). Sitzung geh. am 20 April 1900. 
(gedruckt 1901), 
Der Autor behandelte Witte's giftiges Pepton mit Galle und Pancreas- 
saft und verglich danach die Wirkung eines solchen Peptons mit derjenigen 
des rohen Products. Als Maass für den Vergleich wählte er unter allen 
Vergiftungssymptomen die Herabsetzung des Blutdrucks, da dieser leicht ge¬ 
messen werden kann. Aus den von ihm angeführten Zahlen erhellt, dass 
unter dem Einflüsse des Pancreassaftes die Giftigkeit von Witte’s Pepton fast 
ganz verschwindet. Eine v7enn auch schwächere, doch noch immer bemerkbare 
Wirkung übt die Galle aus. 
Bocarius, N. Florence's Krystaüe, deren chemische Matur und gericht¬ 
liche Bedeutung. Inauguraldissertation zur Erlangung der Würde 
eines Dr. med. Charkow7. 1902. KpiiCTajuiu Florence’a, hxb xhmu'ig- 
CKaa npupo^a h cy^eôiio-MefliipnncKoe snaueme. 
Die angestellten Untersuchungen haben den Autor zu folgendem Schlüsse 
geleitet. Die Substanz, welche die Bildung der charakteristischen Krystalle 
unter der Einwirkung von Florence’s Reagens auf die Samenflüssigkeit des
        

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