Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die chemische Zusammensetzung des subcutanen Fettes bei Säuglingen. Inaug.-Dissert. zur Erlangung der Würde eines Doctor med. St.-Petersburg. 1900
Person:
Dobatoffkin, P.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit37717/1/
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BIBLIOGRAPHIE. 
Levin, G. Zun Frage nach dem Gehalt an Stickstoff, Fett, Asche, festen 
Substanzen und Wasser in den normalen Fäkalien von Kindern im 
Säuglingsalter. Inaug.-Diss. zur Erlangung der Würde eines Doctor 
medic. St.-Petersburg. 1900. 
Verfasser zieht aus seinen Untersuchungen folgende Schlüsse: 
1) Die allgemeine Acidität frischer Faces gesunder Kinder im Säuglings¬ 
alter beträgt nicht mehr als 2—8 Grad, wobei als Grade die Zahl der Ku- 
bikcentimeter Normallösung eines caustischen Alkali, die zur Neutralisation von 
100 gr. Irischer Fäces nötig sind, angenommen wird. 
2) Der Wassergehalt in den Fäces von Kindern, die mit Frauen- oder 
Kuhmilch genährt werden, beträgt 75—85%, dementsprechend ist der Gehalt 
an festen Stoffen 15—25%. 
3) An Mineralstoffen enthalten die Fäces mit Frauenmilch genährter 
Säuglinge 10 — 11% des Trockenrests derselben, mit Kuhmilch genährter da¬ 
gegen 15%. 
Die in Wasser unlöslichen Salze betragen 86—88%, besagter Quantität. 
4) An Stickstoff wird mit den Fäces mit Frauenmilch genährter Säug¬ 
linge 45% des Trockenrests ausgeschieden; ebenso viel oder etwas mehr bei 
solchen, die mit Kuhmilch genährt werden, ln beiden Fällen gehören 80% 
des Stickstoffs den Eiweisskörpern an. 
5) Das Fett und die freien Fettsäuren in den Fäces der Säuglinge beträgt 
nicht weniger als 30% des Trockenrests. Ausserdem giebt es noch 6,8% 
(des Trockenrests) Fettsäuren in Gestalt von Seife. 
Alle Untersuchungen wurden an gesunden Kindern im frühen Säuglings¬ 
alter (bis 8 Mon.) angestellt. 
Dobatoffkin, P. Ueber die chemische Zusammensetzung des subcutanen 
Fettes bei Säuglingen. Kl Bonpocy o xEMimecKOMi, cociaBh hoakojk- 
Haro smipa y jcMen rpy^Horo B03pacra. Inaug.-Dissert. zur Erlan¬ 
gung der Würde eines Doctor med. St.-Petersburg. 1900. 
Die wichtige Bedeutung des Fettes im Organismus der Tiere und des 
Menschen sowie der Mangel an genaueren literarischen Angaben bewogen 
den Autor die Frage nach der chemischen Zusammensetzung des subcutanen 
Fettes bei Kindern verschiedenen Alters, behufs Aufklärung der Abhängigkeit 
der Zusammensetzung des Fettes von dem Alter, zu studireu. 
Es erwies sich dabei, dass das Fett neugeborener Kinder verliältnissmäs- 
sig reich an Glyceriden fester Fettsäuren ist. Mit dem Alter verändert sich 
das Fett in dem Sinne, dass es reicher an Glyceriden der flüssigen Fettsäu¬ 
ren wird. 
Eine solche Veränderung geht ununterbrochen wenigstens bis zum 4-ten 
Jahre, dabei unabhängig von der Zusammensetzung der mit der Nahrung er¬ 
haltenen Fette, vor sich. 
Die Zusammensetzung des subcutanen Fettes bei Kindern wird von der 
Gegend, in der es sich im Organismus befindet, beeinflusst. Nach dem Inhalt 
an Glyceriden der flüssigen Fettsäuren können die Gegenden in Bezug auf die 
Ablagerung des subcutanen Fettes folgendem]aassen gereiht werden: Wange, 
Schulter, Wade, Sohle.
        

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