Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beobachtungen über Radiolarien. (Ber. d. Kiewer Gesellsch. von Naturf. Bd. XV. H. I. S. 349)
Person:
Karawajeff, W.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit37681/1/
Bibliographie. 
I. Analyses. 
Karawajeff, W. Beobachtungen über Radiolarien. (Ber d. Kiewer Ge- 
sellsch. von Naturf. Bd. XV. H. I. S. 349). 
Der Autor giebt eine umständliche Beschreibung der von ihm bei seinen 
Beobachtungen über den Kern und dessen Teilung bei den liadiolarien erhal¬ 
tenen Resultate. Als Object seiner Untersuchungen diente die Pheodarie Aulo- 
cantha scolymantha Haeck., deren er infolge der Reichhaltigkeit der Fauna in 
Villafranca täglich in genügender Menge haben konnte. 
Zur technischen Behandlung dieses Materials empfiehlt der Autor eine von 
ihm selbst erdachte, aus gleichen Teilen Flemming’scher Flüssigkeit und Eises¬ 
sig bestehende Fixirungsflüssigkeit und für die nachfolgende Behandlung—reine 
Flemming’sche Flüssigkeit. In der ersten Mischung wurden die Objecte 24 
Stunden, in letzterer ein bis mehrere Mal 24 St. liegen gelassen. Danach 
wurden dieselben in Paraffin (zuweilen zugleich in Celîoïdin nach Field & 
Martin’s Methode) eingebettet und mit dem Mikrotom zerschnitten. Zur Fär¬ 
bung der Schnitte diente mit absolutem angesäuertem Alkohol extrahirtes Sa¬ 
franin. Für andre Radiolarien, wie z. B. Thalassicola nucleata, Th. pelagica 
und Thalossolampe margarodes verdienen andre Fixirungsmethoden bei weitem 
den Vorzug. 
Zu der Beschreibung der verschiedenen Stadien der Kernteilung über¬ 
gehend und R. Hertwig’s und Häckel’s Beobachtungen mit seinen eignen 
vergleichend, leugnet der Autor, die Existenz einer radiären Streifung des 
Operculums bei Aulacantha scolymantha ab, wobei, seiner Ansicht nach, eine 
solche durch die besondere Structur des über dem Operculum befindlichen Pro¬ 
toplasma imitirt wird. Im weiteren fand der Verfasser, dass das Protoplasma 
unter dem Astropyle eine wesentlich verschiedene Structur von dem unter dem 
Parapyle befindlichen besitzt, und erklärt an den Schnitten in dem intracapsu¬ 
lären Protoplasma besondere kanalförmige Vacuolen beobachtet zu haben, in¬ 
folgedessen dasselbe manchmal ein wellenförmiges Aussehen hat. Was den Kern 
bei den Pheodarien anbetrifft, so fand der Autor, im Gegensatz zu Hertwig 
und Häckel, dass dessen Durchmesser in der Richtung der Hauptaxe den¬ 
jenigen in der Richtung der Queraxe entweder ein wenig übertrifft oder die¬ 
selbe Länge hat. Der im Ruhezustände befindliche Kern scheint eine sehr 
zarte Membran zu besitzen.
        

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