Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die gleichzeitige Veränderung des Gehaltes an Glykogen, an Stickstoff und an Enzymen in der lebenden Hefe
Person:
Kullberg, Sixten
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit37611/5/
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Mixten Kullberg, 
Wasser gewaschen und einige Minuten auf Ton getrocknet. 
Sowohl das Einimpfen wie die Filtration und Trocknung der 
Hefe geschah in einem abgekühlten (etwa 8° G.) und mit 
Thymol1) desinfizierten Abzug. Die so erhaltene Hefe wurde- 
entweder aufs neue in frische Nährlösung eingeimpft oder 
analysiert. 
Um im folgenden anzudeuten, daß die Hefe zuerst eine 
Anzahl Stunden in einer Nährlösung a und sodann nach Über¬ 
impfung eine Anzahl Stunden in einer neuen Lösung b vor¬ 
behandelt ist, wird die Stundenanzahl in jeder neuen Lösung 
zu der früheren durch -f- hinzugefügt. Daß eine Hefe z. B. 
24 -j— 17 -{- 20 Stunden vorbehandelt worden ist, bedeutet also, 
daß sie zweimal übergeimpft worden ist. 
Die analytischen Bestimmungen waren: Feststellung des 
Gehalts an Trockensubstanz, Glykogen und Stickstoff und in 
einigen Serien der Inversionskonstanten. Der Gehalt an Trocken¬ 
substanz wurde durch Entwässern eines Anteils der Hefe bei 
90'1 bestimmt. Die Glykogenbestimmung wurde nach der von 
Schönfeld und lvünzel2) modifizierten Pflügerschen Me¬ 
thode ausgeführt. Zu bemerken ist, daß ich nur ca. 5 g Hefe 
zur Glykogenanalyse verwendete. Die durch Hydrolyse gebildete 
Glukose wurde immer nach Bertrand bestimmt. Der Stick- 
stolfgehalt wurde nach der Methode von Kjeldahl ermittelt. 
Wenn schließlich die Invertase-Tätigkeit bestimmt wurde, 
geschah es folgendermaßen: 0,25 g Hefe wurden in einer 
Mischung von 10 ccm 1 °/o iger NaH4P04-Lösung und 20 ccm 
20°/oiger Kohrzuckerlösung aufgeschlemmt. Die Phosphat¬ 
anwesenheit bewirkt, daß bei den Versuchen eine sehr nahezu 
*) Thymol in Alkohollösung wurde eine halbe Stunde vor dem 
Filtrieren oder Impfen milteis eines Hefraicheurs gespritzt. 
*> Wochenschrift für Brauerei, Bd. 31. S. 9 (1914). Hier werden 
allerdings nach isalkowski «Diese Zeilschr. Bd. 92, S. 75; 1914i andere 
höhere Kohlehydrate mitbestimmt. Für die vorliegende Frage kommt 
dies nicht in Betracht, denn, wie Salkowski selbst sagt, ob man den 
hetr. Körper Glykogen nennt oder Hefenglykogen — um einen gewissen 
Unterschied vom Glykogen des Tierkörpers zuzugeben —, ist im Grunde 
gleichgültig.
        

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