Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über das Verhalten von Phenylhydroxylamin und dessen Nitrosoderivat im Organismus
Person:
Sieburg, E.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit37610/2/
K. Sie bur". 
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gehn. Verhältnismäßig: große Mengen lassen sich Hunden per 
os heibringen, ohne die Tiere allzusehr zu schädigen. 
Bei einem Hunde, der innerhalb drei Tagen 2,5 g Cup- 
ferron erhalten hatte, fanden sich am Ende dieser Periode 
Zeichen einer leichten Nephritis: Spuren von Eiweiß im Harn 
und im Sediment rote Blutkörperchen und einige hyaline Zylinder. 
Der Harn an und für sich reduzierte nicht, wohl aber, nach¬ 
dem er 30 Minuten mit Salzsäure erwärmt war. Der die Re¬ 
duktion bedingende, durch Hydrolyse entstandene Körper gab, 
wenn auch in dieser Form im Harn unschön, die Reaktionen 
der Glukuronsäure. Somit war der Gedanke an einen Über¬ 
gang des Cupferrons in den Harn in Form einer gepaarten 
Glukuronsäure gegeben und es wurde nun versucht, größere 
Mengen dieser Substanz in reinem Zustande zu isolieren. 
Es wurde mehreren Hunden gleichzeitig drei bis fünf 
Tage hindurch je 1 g Cupferron verfüttert. Vorher wurden die 
Tiere einige Tage unter normalen Bedingungen im Versuchs- 
kälig gehalten, im Harn aber niemals nachweisbare Mengen 
von Glukuronsäure frei oder in Paarung gefunden. Die Harne 
wurden vereinigt und, um sie von dem eventuell vorhandenen 
Eiweiß zu befreien, zum Sieden erhitzt und filtriert. Der nun 
zunächst durch Bleiacetat hervorgerufene Niederschlag zeigte 
sich bei der Verarbeitung frei von den gesuchten Stoffen. Nun¬ 
mehr wurde mit Bleiessig gefällt. Wie durch Reduktionsproben 
festgestellt werden konnte, ging die gepaarte Glukuronsäure 
auch nicht völlig in diesen durch basisches Blei gebildeten 
Niederschlag. Erst durch Bleiessig -j- Ammoniak wurde eine 
völlige Ausfällung der Substanz erzielt. 
Bei der Verarbeitung dieses Bleiniederschlags erwies sich 
Schwefelsäure, Natriumsulfat oder Natriumcarbonat nicht als 
zweckmäßig. Denn selbst der vorsichtige Zusatz von Schwefel¬ 
säure schien Zersetzung der Glukuronsäure herbeizuführen und 
bei Anwendung von Sulfat oder Natriumcarbonat ließen die 
Ausbeuten zu wünschen übrig. 
So wurde denn der Bleiniederschlag in Wasser suspen¬ 
diert und durch Einleiten von Schwefelwasserstoff zerlegt. Das 
Bleisulfid wurde noch einige Male mit etwas warmem Alkohol
        

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