Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Pilzsterine. I. Mitteilung. Über eine sterinähnliche Substanz aus Lykoperdon gemmatum
Person:
Ikeguchi, T.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit37603/4/
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T. Ikeguchi, Über die Pilzsterine. I. 
selben Bedingungen wie oben. Im ersteren Versuch fand gar 
keine, im letzteren Versuch dagegen sofort komplette Hämo¬ 
lyse statt. 
Daraus geht also hervor, dal) die erwähnte Substanz 
gegen die Saponinhämolyse eine höchst schwache Wirkung 
besitzt. Man könnte auf diese Saponinentgiftung kein großes • 
Gewicht legen. 
IV. Brom-Addition. 
Manche Sterine besitzen eine doppelte Bindung, und 
vermögen dementsprechend 2 Atome Brom leicht zu addieren. 
Ich habe mit der erwähnten Substanz wie folgt einen Brom¬ 
additionsversuch ausgeführt, in der Erwartung, dadurch auch 
das Molekulargewicht derselben ungefähr bestimmen zu können. 
0,1530 g Substanz wurden in 2 ccm Chloroform gelöst, 
dazu Brom-Eisessig-Gemisch nach und nach tropfenweise hin¬ 
zugefügt, bis die ganze Flüssigkeit dauernd ziemlich intensiv 
gefärbt war. und dann 2 Stunden stehen gelassen. Die Re- 
aktionslliissigkeit wurde dann auf dem Wasserbade eingedampft 
und der Rückstand in Äther gelöst. Die Lösung hinterließ 
beim Verdunsten des Äthers einen Rückstand, welcher bisher 
nicht krystallinisch erhalten werden konnte. Der Bromgehalt 
in demselben wurde nach Carius bestimmt. 
0,1721 g Substanz gaben 0,1046 g AgBr. 
Br = 25,86%. 
Wenn man annimmt, daß ein Molekül der Substanz 
2 Atome Brom aufnimmt, so entspricht der gefundene Brom¬ 
wert gerade der Formel 
(Ci(,Hi60)3Br2 (Berechnet dafür: Br = 25,91%).
        

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