Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über Verbindungen von Aminosäuren und Ammoniak. IV. Mitteilung
Person:
Bergell, Peter Hanns von Wülfing
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit37582/16/
Über Verbindungen von Aminosäuren und Ammoniak. IV. 363 
zusammengebracht, wobei Salzsäureäthylester ausfällt und die 
gewünschte Verbindung in Lösung bleibt. Der Chloracetyl- 
glyeinester erwies sich jedoch eigentümlicherweise gegen alkoho¬ 
lisches Ammoniak ziemlich resistent, sodaß nur das Ausgangs¬ 
material zurückgewonnen wurde, wie Schmelzpunkt (59-61°) 
und Elementaranalyse ergaben. Dagegen zeigte es sich/ daß 
Glvcinamid mit Chloraeetylchlorid in ganz analoger Weise wie mit 
anderen organischen Säurechloriden, Benzoylchlorid, Naphthalin- 
sulfochlorid. reagiert. 
5,5 g Chloraeetylchlorid in 100 ccm Äther wurden mit' 
11 g salzsaurem Glycinamid, das in 100 ccm Normalnatronlauge 
gelöst worden war, vereinigt und umgeschüttelt. Darauf wird 
im Vakuum eingedampft, der Rückstand mit Aceton extrahiert. 
Die kalte Acetonlösung wird nochmals von einer geringen Aus¬ 
scheidung abtiltriert und eingeengt. Die neue Verbindung ist 
auch in kaltem Aceton ziemlich löslich und krystallisiert daraus 
in kleinen spitzen Blättchen, die, im Kapillarröhrchen erhitzt, 
bei 130—132° (korr.) schmelzen. Zur Analyse wurde die Sub¬ 
stanz im Vakuumexsikkator über Schwefelsäure getrocknet. 
C4H70,N2C:t. Mol.-Gew. 150,5. 
0,1807 g Substanz:0,2230 g C02, 0,0801 g H,0. 
0.1005 » • » : 25,0 ccm N (20°, 750 mm). 
Berechnet: C 31,80°/«. H 4,65 °/o, N 18,00ü/o. 
Gefunden : C 32.00 °/o, H 4.73 >, N 18,23°/«. f 
Die Ausbeute bei diesem ersten Versuch war gering und 
betrug lg. 
Eigentümlicherweise gelingt es nicht, diesen Körper dar¬ 
zustellen, wenn man in gewohnter Weise Chlorid, Amid und 
Bicarbonat reagieren läßt. Nach Eindampfen, Extraktion mit 
Aceton blieb der Rückstand ölig. 
Es scheint bei den meisten Acvlierungen dieser Amide 
richtig zu sein, die freien basischen Amide nicht bei Gegenwart 
anderer Alkalien zu verwenden. 
Fermentspaltungen. 
Es wurde das Verhalten verschiedener Verbindungen von 
Aminosäure und Ammoniak gegen Pankreatin untersucht.
        

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