Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über den Farbstoff der Tomate
Person:
Willstätter, Richard Heinr. H. Escher
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit37559/7/
Über den Farbstoff der Tomate. 51 
A. In Chlorofonp (Konstante 36.6). 
I. In 22,3 g Chloroform gaben 0,2540 g 0,071" Siedepunktserhöhung 
II. » 22.3 ». » » 0,3591 » 0,103° » 
B. In Schwefelkohlenstoff (Konstante 23,5). 
Siedepunkt sefhühuni 
III. In 15,50 g .Schwefelkohlenstoff gaben 0,3045 g 
0,090°. 
IV. » 15,30 * 
» » 0,3162 » 
0,086° 
V. » 14,50 » 
> » 0,5329 » 
0,149' 
VI. 16,20 » 
» 0,3664 » 
0,095° 
VII. * 16,05 » 
0,5858 » 
0,157° 
Berechnet : 
Gefunden : 
Molekulargewicht *) 
A. B. 
I. 11. III. IV. V. 
VI. VII. 
536 
587 557 513 565 580 
560 546 
Eigenschaften. 
Trotz der übereinstimmenden Zusammensetzung ist der 
Tomatenfarbstoff von Carotin in seinen Eigenschaften, nament¬ 
lich in der Form und Farbe der Krystalle und in der Farbe 
der Lösungen so augenfällig verschieden, daß man die beiden 
Kohlenwasserstoffe nicht für identisch halten und nicht ver¬ 
wechseln kann. 
Lycopin wird beim Erkalten der Lösungen oder beim 
Fällen abgeschieden als hell- oder dunkelkarminrotes, sammet¬ 
glänzendes, verfilztes Krvstallaggregat von wachsartiger Kon¬ 
sistenz, das aus langgestreckten mikroskopischen Prismen be¬ 
steht ; selten zeigen diese scharf abgeschnittene Enden, ge¬ 
wöhnlich sind sie am Ende zerklüftet ; oft bildet es auch lange, 
haarfeine Nadeln. In der Form, die Montanari beschreibt, als 
Lamellen und Täfelchen haben wir Lycopin nie beobachtet. 
Bei Carotin hingegen stellen rhombische Blättchen und 
Täfelchen die typische Form dar, Xanthophyll tritt in vier¬ 
seitigen Täfelchen und derben Prismen mit schwalbenschwanz¬ 
ähnlichen Zwillingsbildungen auf. Carotin und Xanthophyll geben 
metallisch glitzernde, irisierende Krystalle mit großen Flächen.. 
Lycopin stumpf braunrote Flocken mikroskopisch, dünner 
Krystalle. 
‘) Mit der Grundlage 0 = 16 ist M ^ 536; mit H ; 1 ist M — 532.
        

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