Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Proportionalität der eiweißlösenden und der milchkoagulierenden Wirkung des Magensaftes des Menschen und des Hundes in normalen und pathologischen Fällen
Person:
Migay, Th. J. W. W. Sawitsch
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit37545/8/
^12 Migay u. Sawitsch. Über Magensaft des Menschen und Hundes. 
Geschwür): III. Saft mittels Fistel gewonnen (cancer cardiae); 
IV. Hundemagensaft. 
Zur Koagulation wurden genommen: 10,0 ccm Milch, 
1,0 ccm CaCl2 und 0,2 ccm äquivalente Mischung. I, 60 mal 
verdünnt koagulierte die Milch in 145 Sek. II, 10 mal verdünnt 
in 150 Sek. III, 1,5 mal verdünnt — in 145 Sek. IV, 7 mal ver¬ 
dünnt — in 155 Sek. Die erhaltenen äquivalenten Mischungen 
wurden 4 mal mit Salzsäure 0,15 °/o verdünnt und auf 20 Stunden 
zur Verdauung von Eiweißstäbchen gestellt. I verdaute 2,8 mm, 
II — 2,6 mm. III — 2.9 mm. IV — 2,9 mm. 
Nicht nur unter verschiedenen Hedingungen der Sekretion 
verändern sich die milchkoagulierende und proteolytische Wir¬ 
kung gleichmäßig, sondern auch bei künstlicher Zerstörung des 
Saftes fallen beide Wirkungen ganz gleichmäßig. 
Versuch Nr. 8. Es wurde Menschensaft genommen. 
Der Säuregehalt wurde bis auf 0,2°/o gebracht. Ein Teil des 
Saftes wurde bis auf 59° G: ft) erwärmt, der andere Teil kalt 
gestellt (k). Nach Neutralisation koagulierte der 3,5 mal ver¬ 
dünnte Saft k 10,0 ccm Milch bei 0,6 ccm Cad, und 0,6 ccm 
Saft in 125 Sek. : t, unverdünnt, koagulierte unter gleichen 
Bedingungen in 125 Sek. Zur Verdauung wurde 1,0 ccm äqui¬ 
valente Mischung + 1,0 ccm 0,2<>/oiges HCl gestellt: k ver¬ 
daute 2,8 mm, t — 2,6 mm. 
Also verändern sich in allen angeführten Versuchen die 
proteolytische und milchkoagulierende Wirkung der Magensäfte 
des Hundes und des Menschen streng proportional im Verhältnis 
zu einander. Einerseits dient diese Tatsache als ein Beweis zu¬ 
gunsten der Identität des Pepsins und des Chymosins, ander¬ 
seits gewährt sie die Möglichkeit, nach der einen Wirkung 
auch die andere zu beurteilen, und dies um so mehr, als die 
Beaktion der Koagulation sehr einfach und bei Hinzufügung 
von CaCl2 genügend sensibel ist und zu ihrer Vollziehung nur 
wenig Zeit erfordert.
        

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