Bauhaus-Universität Weimar

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Svante Arrhenius, 
Der berechnete N-Wert geht aus der Formel N = 42,5 J/ M 
hervor. 
Über die Verdauungszeit gibt es hier keine Angaben. Da 
auch andere Untersuchungen betreffs der Verdauung von Brot 
und von Stärke sehr wenig umfassend sind, wäre eine aus¬ 
führliche Untersuchung auf diesem Gebiet in hohem Grade 
erwünscht. 
X. Absonderung von Pankreassait und Galle. 
Bei Versuchen über die Einwirkung verschiedener Chemi¬ 
kalien auf die Absonderung von Pankreassaft fand Becker 
(A., Bd. II, S. 433, 1894), daß bei Einnahme einer Lösung von 
Kohlensäure die Absonderung dieses Saftes bedeutend befördert 
wird. Dieser Umstand veranlaßte Dolinsky (A., Bd. Ill, S. 399, 
1895), zu versuchen, wie andere Säuren in dieser Beziehung 
sich verhalten. 
Die Versuche wurden so ausgeführt, daß vermittelst einer 
Sonde 250 ccm einer Säurelösung von gegebener Stärke in 
den Magen des Versuchshundes (vom Gewicht 36 kg) eingeführt 
wurden. Bald danach fand eine reichliche Absonderung von 
Pankreassaft statt, welcher vermittelst einer Fistel aufgesammelt 
wurde. Die Absonderung schien während etwa 2 Stunden an¬ 
zuhalten, wenn 0,5°/oige Salzsäure, dagegen nur 40 Minuten, 
wenn 0,05°/»ige Salzsäure gegeben wurde. (Dabei wird die 
Absonderung als beendet angesehen, sobald sie auf 0,1 ccm in 
fünf Minuten sinkt, was etwa der spontanen Absonderung ohne 
Einfluß von Reizmitteln zu entsprechen scheint). Diese Zeiten 
verhalten sich wie 3 zu 1, also innerhalb der Versuchsfehler 
wie die Ouadrat wurzeln aus den gegebenen Mengen Salzsäure 
0 10 : 1 = 3,10 : l). 
Dolinsky hat weiter die Menge der Absonderung während 
der ersten Stunde nach Gabe von Salzsäure gemessen. Er findet 
folgende Daten (1. c., S. 402, Bd. V, S. 150): 
Eine Bestätigung dieser Daten hat Walter (A., Bd. VII, 
S. 53, 1899) gegeben. Einem Hunde von 24 kg Gewicht wurden 
200 ccm einer 0,05 oder 0,5°/oigen Salzsäure gegeben. Die 
Absonderungen von Pankreassaft sind unten zusammengestellt.
        

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