Bauhaus-Universität Weimar

Die Gesetze der Verdauung und Resorption. 349 
genommen zu Ende. In Übereinstimmung mit einigen Angaben 
von London habe ich die betreffende Grenze zu 0,1 g Stickstoff 
oder 3 g Fleisch gesetzt. In der -vorletzten Tabelle ist für die 
Erreichung dieser Grenze d. h. vollkommener Verdauung von 
1000 g Fleisch 11,5 Stunden angegeben. 
Mit Hilfe der oben gegebenen Tabelle läßt sich eine sehr 
wichtige Regelmäßigkeit auffinden. Berechnen wir nämlich die 
zur praktisch vollständigen Verdauung einer gegebenen Monge 
M nötige Zeit Z, welches sehr leicht geschieht, indem man von 
11,5 Stunden die Zeit abzieht, welche nötig ist zum Verdauen 
der Menge (1000 —M) g Fleisch bei einer anfänglichen Menge 
von 1000 g, —, so erhält man folgende Tabelle, in welcher ein 
berechneter Z-Wert, Z = 0,342 l M neben dem beobachteten 
Z beob. geschrieben ist : 
M 
[ 
Z beob. 
Z her. 
! ......." . 
Differenz 
1000 
11,50 . 
10,Kl 
-j- 0.69 
900 
10.70 
10,2« 
4-0,41 
800 
9,90 
9,67 
+ 0,23 
700 
9,09 
9,05 
. | 
4- 0,04 
«00 
8.27 
8,38 
— 0,11 
500 ! 
7,44 
7,«5 
- 0.21 
400 
6,60 
' 
6,84 v 
— 0,24 
. 
300 
5,73 
Ô  * 
- 0,19 
200 
4,74 
4,84 
- 0,10 
100 
3.45 
3.42 
4- 0,03 
50 
2.40 
2.42 
— 0,02 
25 
1,55 
1,71 
— 0,16 
- 
Die Übereinstimmung der beobachteten mit den berechneten 
Ziffern fällt gänzlich innerhalb der Versuchsfelder. Man kann 
.jedçch einen sehr ausgeprägten Gang der Differenz zwischen 
den beobachteten und den berechneten Zeiten wahrnehmen, 
indem bei den großen Mengen die zur vollständigen Verdauung 
nötige Zeit größer ausfällt, als die Berechnung angibt. Dies 
hängt vielleicht mit dem Umstand zusammen, daß bei noch
        

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