Bauhaus-Universität Weimar

Die Gesetze der Verdauung und Resorption. . 339 
kreassaft nach Einnahme von Milch etwa 0,11 normal alkalisch 
und der Fundussaft etwa 0,14 normal sauer ist. 
Die Saftabsonderung nahm nach Fütterung ab und war 
während einer gewissen Zeit, die der Quadratwurzel aus der 
Menge der Nahrung proportional war, herabgesetzt. Nach Fressen 
von 400, 300 bezw. 100 g Fleisch war diese Zeit 7, 6. bezw. 3,5 
Stunden, die im Verhältnis von 2:1,71:1 stehen, während 
j/ 4 : Y 3 : \ 1 = 2:1,73:1 ist. Nach Füttern mit 000, 400 
bezw. 200 ccm Milch waren die Zeiten 0, 4,5 bezw. 3 Stunden, 
welche sich verhalten wie 2 : 1,5 : 1, während die Quadrat¬ 
wurzeln Iti, y 4 und \/~2 im Verhältnis 1,73: 1,41 ; 1 stehen. 
200 g Weißbrot gehen eine Erniedrigung der Absonderung 
während etwa 6 Stunden. Sehemiakin ist der Ansicht, daß 
die betreffenden Zeiten den von Khigine beobachteten Ver¬ 
dauungszeiten (vgl. S. 9) gleich kommen. Für 400 g Fleisch, 
600 ccm Milch und 200 g Brot sind diese 8,75, 5,5 bezw. 8,5 
Stunden, also 1,25, 0,9 bezw. 1,42mal länger als die von 
Sehemiakin beobachteten, was nicht besonders gut rrfit der 
geäußerten Ansicht übereinstimmt. 
Gleichzeitig mit der Abnahme der abgesonderten Menge 
nach Einnahme von Nahrung sinkt auch ihr Gehalt an peptisehem 
Ferment. Die quantitativen Verhältnisse dieser Abnahmen sind 
nicht möglich aus den gegebenen Daten zü ermitteln, da die¬ 
selben allzu unregelmäßig verlaufen: so viel scheint aber aus 
denselben hervorzugehen, daß, wie zu erwarten steht, die Ab¬ 
nahmen um so bedeutender ausfallen, je größer die gegebenen 
Mengen von Nahrung sind. 
Sehemiakin führte auch einige Versuche aus, bei welchen 
er verschiedene Flüssigkeiten, wie Magensaft vom Fundusteil, 
Pankreassaft, 1 2 °/o ige Salzsäure, 1 /2 °/o iges Natriumbicarbonat, 
Milch und Olivenöl während 10 Minuten im kleinen Magen ließ. 
Er beobachtete die danach folgende Absonderung und fand, daß 
sie stets größer ausfiel als die vorhergehende spontane Ab¬ 
sonderung. Einführung von Chlornatriumlösung (0,8 °/o) war 
ohne Wirkung. 
Dagegen bewirkte eine Injektion durch Sonde von Chlor¬ 
wasserstoff oder Olivenöl in den «großen Magen », daß die
        

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