Bauhaus-Universität Weimar

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Adolf Oswald. 
Stoff entfernt und in einem aliquoten Teil des klaren Filtrats 
(meist 20 ccm) der Jodgehalt in oben geschilderter Weise be¬ 
stimmt. Unter Bezugnahme auf die Verdünnung durch die zu¬ 
gesetzten Reagenzien ließ sich der Jodgehalt für die ursprüng¬ 
liche Lösung berechnen. Die Differenz zwischen dem Jodgehalt 
vor und nach dem Silberzusatz ergab die Menge des in saurer 
Lösung fällbaren Jodes (Jodid). 
I Wässerige Lösungen von Dijodtyrosin + To¬ 
luol. Lösung a. Dijodtyrosin mit Silbernitrat gereinigt. 220ccm. 
Das in 20 ccm vorhandene Jod verbraucht zu seiner Entfär¬ 
bung 4,3 ccm einer Thiosulfatlösung, von welcher 1 ccm 
0,0011066 g Jod entspricht. Somit sind darin enthalten 0,005016 g 
Jod: in der Gesamtlösung sonach 0,05518 g Jod. Nach Ent- 
jodung mit Silbernitrat verbrauchen 20 ccm der Lösung 3,7 ccm 
Thiosulfatlösung. Da die Lösung durch Zusatz der Reagenzien 
im Verhältnis von 80 auf 90 verdünnt worden war, ergibt 
sich für 20 ccm der ursprünglichen Lösung 4,16 ccm Thio¬ 
sulfatlösung, entsprechend 0,004853 g Jod oder auf die Ge¬ 
samtlösung 0,05338 g Jod. Der Unterschied vor und nach der 
Silberbehandlung beträgt 0,0018 g oder 3,2% des Gesamt¬ 
jodes, d. h. es wurden 3,2% weniger Jod nach der Silber¬ 
behandlung gefunden als vorher. 
Lösung b. Mit Alkohol gereinigtes Dijodtyrosin. 180 ccm. 
Für 10 ccm wurden verbraucht 4,4 ccm Thiosulfatlösung = 
0,005133 g Jod. Für die Gesamtlösung berechnet sich somit 
0,09239 g Jod. Nach der Behandlung mit Silbernitrat werden, 
für 10 ccm 3,6 ccm Thiosulfatlösung verbraucht = 0,004199 g 
Jod. Da die Verdünnung mit den Reagenzien im Verhältnis von 
80 zu 102 geschah, so ergibt sich für die Gesamtlösung 
0,09639 g Jod. Es wurden mithin 4,3% mehr Jod gefunden 
als vor der Silberbehandlung. Die Yersuchsfehler sind sonach 
mit rund + 4% zu veranschlagen. 
Zur Konirolle führe ich an, daß ich in Lösungen von aus Wasser 
umkrystallisiertem und nicht weiter gereinigtem Dijodtyrosin, welche so¬ 
gleich nach der Herstellung verarbeitet wurden, nach der Silberbehand- 
lung 11,9—13,2 °/o weniger Jod fand als zuvor.. Auf diesen Befund stützt 
sich die Angabe, daß nur ein vollkommen gereinigtes Präparat zur Ver 
Wendung kommen soll.
        

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