Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die roten vom Indol sich ableitenden Harnpigmente. II. Mitteilung
Person:
Benedicenti, A.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit37500/8/
Iber die roten Harnpigmente. II. 397 
II. 0.2692 g Substanz ergaben 0.1668 g H^O und 0,7491 g f.O*. 
II. 1900 g Substanz ergaben 12,58 ccm Stickstoff bei 26« und bei einem 
Druck von 748,73 mm bei 0°. 
III. 0,4317 g Substanz ergaben 29,80 ccm Stickstoff bei 21.5« und bei einem 
Druck von 758,22 mm bei 0°. 
Gefunden in Prozenten. - 
1. 
II. 
III. 
Mittel. 
C = 75,87 
75,56 
— 
75.71 
H == 6.79 
6.81 
— ■ 
6.80 ’ • 
N = 6,98 
7.23 
7.76 
7.32 
0 = 10,36 
10,40 
■ — 
10.38 
Aus den gefundenen Prozentzahlen berechnet sich als 
einfachster Ausdruck für die Zusammensetzung des Pigmentes 
die Formel G,.,H13NÖ. Diese Zusammensetzung scheint auch 
durch die Analyse des Derivates, welches man durch die Wirkung 
der rauchenden Salpetersäure erhält, bestätigt. Um dieses Pro¬ 
dukt darzustellen, habe ich das Pigment in 10 Teilen Schwefel¬ 
säure gelöst und auf dem Wasserbade erwärmt ; dann wurde 
nach und nach Salpetersäure, und zwar so lange, bis keine 
Gasentwickelung mehr stattfand, hinzugefügt. Das so erhaltene 
rohe Produkt stellt ein gelbes amorphes Pulver dar, welches 
durch wiederholtes Waschen mit Wasser, Lösen in Essigsäure 
und Fällen aus dieser Lösung durch Wasser gereinigt würde. 
9.1520 g Substanz ergaben 20.4 ccm Stickstoff bei 22° und bei einem 
Druck von 758,32 mm bei 0°. 
Gefunden: Berechnet für 
N == 15.16%. 15.23%: 
Aus den Resultaten dieser Analysen ersieht man, daß 
das rote Pigment nicht als ein Oxydationsprodukt des halben 
Moleküls des Indogotins, also des Indoxyls, zu betrachten ist. 
Daß es Phenolcharaktere besitzt, scheint durch die Tatsache 
bewiesen zu sein, daß es ammoniakalisches Silbernitrat sehr 
stark reduziert, jedoch können wir nichts Bestimmtes über seine 
chemische Konstitution sagen. Ich habe indessen, indem, ich 
mir Vorbehalte, später darauf zurückzukommen, es für nützlich 
erachtet, die Eigenschaften dieses Pigmentes mit denjenigen 
des Harnes zu vergleichen. x 
Zu diesem Zwecke habe ich Hunden und Kaninchen Methyl- 
ketol wiederholt durch subcutane Injektion eingeführt. Um 
das rote Pigment aus dem Harn zu isolieren, bediente ich
        

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