Bauhaus-Universität Weimar

Beiträge zur Kenntnis der Harnsäurebildung. IV. 355 
A sofort koaguliert............... ergibt U •) 155,73 mg. 
B nach weiterer 3 tägiger Aütolyse in verstopftem Gefäß » , 10,25 » 
Der Verdacht, daß die die Wiederbildung bewerkstelligenden 
Substanzen mit der Spülflüssigkeit ausgeschwemmt worden sei, 
erwies sich nicht als stichhaltig. (Vers. IL) 
Versuch II. 2 1 Spülflüssigkeit (0,85°/öige NaCl-Lösung) einer 
Hundeleber -f- 4-13,7 mg U ; 3 tägige Autolyse unter Luftdurchleitung; darauf 
Verteilung in 2 gleiche Portionen (A, B). 
A sofort koaguliert.............. . . ergibt U 29,37 mg. 
B nach weiterer 3tägiger Autolyse in verstopftem Gefäße » » 68,36 » 
Ebensowenig führt der künstliche Zirkulationsversuch2) 
zur Wiederbildung zerstörter Harnsäure, wenn an Stelle ver¬ 
dünnten Blutes Ringersche Lösung allein durch Hundeleber 
geleitet wird. (Versuch III.) 
Versuch III. 2,8 1 Ringersche Lösung + 2 g hamsaures Na 
gelöst m 180 ccm Lithiumcarbonatlösung (1:90). 
Vor der künstlichen Zirkulation . . .........u3) = 1282 mg 
Nach 1 Stunde derselben (Aeration der Flüssigkeit) . . » === 689 * 
Nach 1 weiteren Stunde derselben (Sättigung der Flüssig¬ 
keit mit C02)................ » y 018 > 
Defibriniertes Hundeblut zerstört zwar zugesetzte Harnsäure 
(Salomon,4) G. Ascoli,5) Klemperer,6) Frey7)u. a.), besitzt 
aber nicht die Fähigkeit, dieselbe wiederzubilden.. (Vers. IV.) 
Versuch IV. 1,1 1 defibriniertes Hundeblut -f 1,1 1 0,85°/oige 
NaCl-Lösung -f 470 mg Ü; nach 3 tägiger Autolyse unter Luftdurchleitung 
in 2 gleiche Portionen geteilt (A, B). 
A sofort koaguliert................ ergibt Ü 54,75 mg. 
B nach weiterer 3 tägiger Autolyse in verstopftem Gefäße » » 40,64 » 
') Behufs der Ü-Bestimmung wurden die Flüssigkeiten nach schwacher 
Ansäuerung mit verdünnter Essigsäure 5' gekocht, auf das ursprüngliche 
Volumen mit dest. H„0 gebracht und filtriert. Das Koagulum wurde mit 
verdünnter NaOH schwach alkalisiert, gekocht, von neuem mit Essigsäure 
leicht gesäuert, nochmals gekocht, auf das Ausgangsvolumen mit H20 dest. 
aufgefüllt und filtriert; dieser Prozeß wurde nochmals wiederholt; in 
gleichen Mengen der vereinigten Filtrate wurde die Ü nach Salkowski 
bestimmt (N-Bestimmung). 
*) Bezüglich der Technik derselben vgl. die II. Mitteilung. 
3) Auf die Gesamtflüssigkeit berechnet. 
4) Charité-Annalen 1878. 
6) Arch. f. die gesamte Physiologie, Bd. LXXH. 
6) Ther. d. Gegenw., 1901. und Zentralbl. f. inn. Medizin, 1904. 
:) Zeitschrift f. exper. Path. u. Ther., Bd. II.
        

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