Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Umsetzung verfütterter Nucleinsäure beim Hunde unter normalen und pathologischen Bedingungen
Person:
Schittenhelm, Alfred
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit37464/16/
Über die Umsetzung verfütterter Nucleinsäure beim Hunde. 95 
Versuchs Alkohol, und zwar wurde er morgens gefüttert und 
mittags durch die Sonde mit Alkohol in oben genannten Quanten 
bedacht. Nach letzeren bekam er regelmäßig seinen Rausch¬ 
zustand und verfiel dann ca. 1—2 Stunden in einen mehr 
oder weniger tiefen Schlaf. Am 13.1. erhielt er 10 g nuclein- 
saures Natrium durch die Sonde zusammen mit dem Alkohol; 
er erbrach aber nach einiger Zeit davon. Das quantitativ Auf¬ 
gesammelte ergab einen Stickstoffgehalt von 0,46 g. Der Hund 
hatte demnach 6,35 g bei sich behalten mit einem Stickstoff¬ 
gehalt von 0,8 g und einem Basenstickstoffgehalt von 0,324 g. 
Vom 19. II. ab hungert der Hund unter Alkohol. Am 24 II. 
erhielt er wieder 25 ccm Alkohol (13 ccm Amyl- und 12 ccm 
Äthylalkohol) und 8 g thymonucleinsaures Natrium in 300 ccm 
Wasser per Sonde. Die Dosis war offenbar zu groß; der Hund 
ging nach ca. 1 Stunde im Coma ein. Die Autopsie ergab sehr 
blutreiche Organe; keine Lebercirrhose, keine Nierenaffektion. 
Aus der Tabelle ergibt sich zunächst, daß die endogenen 
Werte für Allantoin, Harnsäure und Basen erheblich 
höher liegen wie in den früheren Versuchen. Während z. B. 
der Hund von Versuch I im Durchschnitt täglich 0,0021 g Harn¬ 
säure-, 0,0017 g Basen- und 0,114 g Allantoinstickstoff aus¬ 
schied (zusammen 0,1178 g Purin-N), führt der Hund des vor¬ 
liegenden Versuches im Mittel 0,0059 g Harnsäure-, 0,0052 g 
Basen- und 0,292 g Allantoinstickstoff (zusammen 0,3031 g 
Purin-N) aus, also nahezu dreimal soviel. Bemerkenswert ist, 
daß das Verhältnis der drei Körper zueinander ziemlich kon¬ 
stant bleibt, indem das Allantoin ca. 96,5 °/o, die Harnsäure 
ca. 2°/o, die Basen ca. 1,5°/o der Gesamtpurinausscheidung 
ausmachen. Die Steigerung der endogenen Ausfuhr ist 
wohl zurückzuführen auf die Differenz im Körper¬ 
gewicht (Hund von Versuch I = 3500 g, Hund von Versuch IV 
= 18000 g); jedoch dürfte die Alkoholzufuhr noch 
weiter steigernd gewirkt haben. Inwieweit jeder der 
beiden Faktoren maßgebend ist, müßte noch genauer festge¬ 
stellt werden. 
Die Verfütterung der Nucleinsäure am 13. II. führt, wie 
immer, zu einer gesteigerten Ausscheidung aller drei Bestand-
        

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