Bauhaus-Universität Weimar

Über das Nucieohiston. 
II. Mitteilung *) 
Von 
. /■ H. Stendel. 
(Aus dem physiologischen Institut der Universität jier|iu | 
(Der Redaktion zugegangen am IO. Mürz 1914.), 
Während der Nachweis, daß im «Nucieohiston* Lilie li¬ 
fe 1 ds sämtlicher Phosphor in Form der echten Nucleinsäure 
vorkommt, verhältnismäßig leicht zu führen ist, .stößt die ge¬ 
nauere Bestimmung des ’Eiweißanteils* auf größere Schwierig¬ 
keiten. Diese sind erstens darin begründet, daß die Nieder¬ 
schläge , die man als Nucieohiston bezeichnet, je nach der 
Darstellungsmethode eine wechselnde Zusammensetzung haben 
und nur dann dem von Lilienfeld untersuchten Präparat ent¬ 
sprechen, wenn man sich sehr genau an seine Vorschriften 
hält. Schon die kleinsten, scheinbar nebensächlichen Modifika¬ 
tionen bedingen andere analytische Werte des Niederschlags. 
Zweitens ist der Begriff des llistons aüs Nucieohiston nicht 
mit demjenigen Bestimmtheit festgelegt, wie etwa der ' des 
Protamins aus den verschiedenen Fischspermien. Überblickt 
man die in der Literatur vorliegenden speziellen Angaben über 
das fhymushiston, so fallen einem sofort die oft ganz ent¬ 
gegengesetzten Beobachtungen der verschiedenen Autoren über 
das Verhalten des Histons auf und man kann sich des Zweifels 
nicht erwehren, ob die einzelnen Forscher auch wirklich ein 
und dieselbe Substanz in Händen gehabt habën, zumal man 
im Vergleich zu der. vielen Beschreibungen über das quali¬ 
tative Verhalten der Substanzen nur verhältnismäßig wenige 
quantitative analytische Angaben findet. Um bei der vorläufig 
noch bestehenden Unsicherheit wenigstens zu einigermaßen 
brauchbaren und exakten Resultaten zu gelangen, habe ich 
•) I. Mitteilung. Diese Zeitschrift, Bd. 87, S. 207. . ’ 
Hoppe-Seylcr’s Zeitschrift T. physiol. Chemie. XC. . .20
        

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