Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über Physiologie und Pharmakologie des Purinhaushaltes. III. Mitteilung. Die Bestimmung des Allantoins im Harn durch Titration
Person:
Handovsky, Hans
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit37436/7/
fiber Physiologie und Pharmakologie des Purinliaushaltes. Hl. 217 
Die Abweichung beider Werte ist somit — ohne Berück¬ 
sichtigung von Versuch 7 — durchschnittlich 2,8 mg. Dabei ist zu 
bemerken, daß bei den Hamen 1—9 die Tagesmenge ca. 40 cçm, 
in den übrigen etwa 100 ccm betrug; in den letzten Fällen 
konnte nur ein Teil verarbeitet werden, wodurch der Titrations¬ 
fehler im Endresultat multipliziert erscheint. Was eine Dis¬ 
kussion der beiden Methoden anlangt, so enthält' der Nieder 
schlag stets Quecksilber bindende, wahrscheinlich an Stick¬ 
stoff unverhältnismäßig reichere Verunreinigungen (vgl. Wie- 
chowski, 1. c.), worauf es zurückzuführen sein dürfte, daß bei 
der Bestimmung aus dem StickstotTgehalt stets'. etwas . höhere 
Werte beobachtet wurden; anderseits aber muß erwähnt 
werden, daß beim Auswaschen des Niederschlags bis zur Harn¬ 
stofffreiheit etwas von dem Niederschlag in Lösung gehen muß. 
Die durch Rhodantitration gefundenen Werte sind also objektiv 
die richtigeren. 
Besonders hervorzuheben sind noch zwei Möglichkeiten, 
die die Titrierbarkeit des Quecksilberüberschusses im Harn be- 
einflussen: 
1. Die Chlorionen; Es ist bekannt, daß Chloriotten die 
Titrierbarkeit des Quecksilbers mittels Rhodanammonium un* 
möglich machen, da sie stets zu kleine Werte entstehen lassen 
(vgl. oben); dasselbe gilt auch im Harn. 
2. Ein Überschuß von Harnstoff: Wieehowski (l. c.) 
wies darauf hin, daß ein Überschuß an Harnstoff den Ällänloin- 
quecksilberniederschlag löst ; wie aus den folgenden Versuchen 
hervorgeht, ist eine l 9/«igeHàrnstofflô$ttng ohne Einfluß, während 
in einer 2°/©igen nur 93°/o, in einer 3«/©igen nur 80«/© AHantoin 
ausfielen..' V-""- 
Wirklicher Allantoingehalt 
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Hamstoffgehalt 
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Gemessener Allantoingehalt 
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0,1020 
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